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Trotz Niederlage gegen Gotha: GSVE Delitzsch mit kleinem Fest zum Abschluss


Der GSVE Delitzsch zeigte gegen das Topteam aus Thüringen im letzten Saisonspiel die beste Leistung seit Langem. So war die Enttäuschung über die 2:3-Niederlage gegen die Blue Volleys Gotha nur von kurzer Dauer. Im Anschluss saß die Mannschaft noch etwas beisammen, um auf den Geburtstag von Robert Karl anzustoßen.  

Delitzsch. Die Enttäuschung hielt nur kurz bei den Gymnasialen am Sonnabend um 21.05 Uhr. Philipp Maaß hatte bei einem Block den Ball letztlich nicht über das Netz befördern können und die Blue Volleys Gotha so ihren zweiten Matchball zum 3:2 (25:20, 23:25, 21:25, 25;20, 12:15) verwandelt. Doch es herrschte danach ausgelassene Stimmung in der Becker-Schachtel - wegen einer mehrheitlich prächtigen Performance gegen das Topteam aus Thüringen und einer insgesamt versöhnlicher Verabschiedung nach einer wahrhaft wundersamen Saison. Dazu gab es Geschenke und warme Worte für die wackeren Helferinnen, die mit ihrem Einsatz die Bewältigung der Mammut-Spielzeit ermöglichten.

 

Für Robert Karl war der angenehme Abschluss ebenfalls wie ein zusätzliches Präsent, der Mittelblocker feierte am Sonnabend seinen 32. Geburtstag. Groß Party machen nach der Partie ging aber schon allein wegen der neuen Ausgangssperre nicht, dazu achteten die Loberstädter weiter gründlich auf die Einhaltung ihres Corona-Hygienekonzeptes - mehr als ein paar Bierchen und ein kurzes gemütliches Beisammensein waren so nicht drin.

 

Das Geburtstagskind hatte zuvor nicht sein stärkstes Spiel im schwarz-weißen Trikot absolviert, vor allem am Aufschlag haperte es zwischendurch. "Ich bin erst seit zwei Monaten wieder im Training, da war für die Fitness noch keine Zeit", erklärte Karl. "Für einen guten Aufschlag habe ich noch zehn Kilo zu viel." Umgekehrt gelangen den Gothaern mehrere starke Angabenserien, was "Karli" letztlich als Hauptgrund für die Niederlage ausmachte.

 

Verdiente Auszeit

 

"Gotha steht in der Tabelle weit oben, warum hat man gegen uns gesehen", meinte auch Benedikt Bauer. Der Außenangreifer kam erst gegen Ende zum Einsatz, denn abermals machten es die jungen Wilden um Karl Erik Pönitzsch, Jonas Rottosch und Hannes Schindler richtig gut. Die erfolgreiche Einbindung diverser Akteure der Regionalliga-Akteure ist für Bauer denn auch einer der positiven Aspekte einer sportlich durchwachsenen Saison. In der Abschlusstabelle wird Rang zwölf stehen, auch wenn einige Teams noch Spiele nachholen müssen.

 

Ein weiterer ist das Gesundbleiben aller Gymnasialen. Neben ihnen schafften es nur eine Handvoll Klubs in der 2. Bundesliga, von Covid-19 komplett verschont zu bleiben. Manch andere traf es dagegen sogar zwei- oder dreimal, bei einigen gab es auch schwerere Verläufe wie bei Mainzern. Bei den Nachbarn aus Leipzig ist aktuell nicht klar, ob die Saison überhaupt regulär beendet werden kann, da sich die ganze Mannschaft in eine 14-tägige Quarantäne begeben musste - es war eben alles andere als eine normale Spielzeit.

Nun haben sich die Pietzonka-Jungs erstmal eine längere Auszeit verdient. Was danach kommt, hängt auch von der weiteren Corona-Entwicklung. ab. "Ich bin eher skeptisch, was unser Teamturnier und das Jugendcamp im Sommer angeht", meint Benedikt Bauer. Immerhin sieht er den Kader schon gut aufgestellt für die kommende Saison: "Die Jungen haben gezeigt, dass sie es drauf haben, denn sie waren nicht nur dabei, sondern haben auch einige MVP-Medaillen bekommen."

 

LVZ, 26.04.2021