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Keine Termine

Volleyballer bei Hochschulmeisterschaft am Start

Nix mit Füße hochlegen. Gerade die Studenten, die es in der Regel immer etwas ruhiger angehen lassen, wollen noch mal angreifen.

Von Emil Timm

Und das, obwohl der GSVE Delitzsch und überhaupt die 2. Volleyball-Bundesliga pausiert. Der tiefe Sand fällt für Benedikt Bauer, Felipe Pardini-Glaser und Robert Karl flach. Was etwas mit den pysikalischen Gesetzmäßigkeiten der Erdanziehungskraft zu tun hat. Also, wo denn nur dann? Deutsche Hochschulmeisterschaft (DHM) heißt das Wörtchen, bei dem das Trio anspringt wie hechelnde Hunde, wenn es Leckerlis zu futtern gibt. Die DHM steigt am 17. und 18. Juni in Gießen. Nur, um im Hessischen überhaupt dabei sein zu können, muss die Quali her.

Eine Hürde haben die angehenden Anwälte, Lehrer und Co schon genommen. Immer mittendrin statt nur dabei Maik Winkler. Der Sportwissenschaftler ist zwar kein Student mehr, arbeitet aber an der Uni und darf deswegen mitmachen.In Sachsen ist die GSVE-Riege das Hochschul-Nonplusultra. Allein haben die Recken das aber nicht hinbekommen. Im Mix mit L.E. Volleys-Kanone Jannik Kühlborn und weiteren wieselflinken Baggermeistern soll nun die nächste Hürde genommen werden. Das Hindernis wird am Freitag aufgebaut, in der Leipziger Ernst-Grube-Halle.Da war doch was. Richtig. In dem Prachtbau an der Deutschen Hochschule für Körperkultur, kurz DHfK, fühlen sich die Recken besonders wohl – obwohl die Halle eher dem Gegenteil der Beckerschachtel entspricht. Die ist nämlich klein, niedrig und in die Jahre gekommen. Dagegen die Grube-Halle groß, hoch und hell.Ebendort steigt ab 16 Uhr die Quali für die DHM. Brocken, die vom Uni-Leipzig-Team dabei aus dem Weg geräumt werden müssen, kommen aus Potsdam und Jena. Fürs Taktische und Furchteinflößende wird Benedikt „die Axt“ Bauer sorgen. Allein mit seiner Präsenz an der Seitenlinie. Die Wuchtbrumme coacht die Uni-Elite. „Bene“ darf nicht eingreifen, weil er an der Hochschule Halle an der schönen Saale studiert.Ein Ziel hat der 12er-Kader fest vor Augen: Endlich die Quali schaffen. Seitdem Robert Karl in Leipzig studiert, ist die Uni daran bisher gescheitert. Mit Dresden schaffte er einst sogar den Sprung zur Europameisterschaft der sportlichen Schlaumeier. Die Exzellenz-Uni aus der Landeshauptstadt spielt in dem Reigen keine Rolle mehr. Die wurde von den Leipzigern im Januar ausgeschaltet.„Die Quali ist machbar“, sagt Karl. Dabei sind die Jenaer im Gegensatz zum bunt zusammengewürfelten DZ-LE- Haufen eine eingespielte Truppe, treten so auch in der Regionalliga auf. „Es wird auf jeden Fall spannend“, sagt der Karl.
Mit zwei Siegen gäbe es am sauberen Hürdensprung überhaupt nichts zu deuteln. Und der Titel Ostdeutscher Meister wäre auch sicher.
(Foto HTWK Leipzig)