GSVE gestaltet erstes Feriencamp mit...

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... Freizeit

Die Volleyballer des GSVE Delitzsch haben in diesem Jahr ihr erstes einwöchiges Feriencamp organisiert. Neben dem Sport und der Ernährung wurde zwischen dem 17. und 21. Februar auch auf ausreichend Freizeit der teilnehmenden Dritt- bis Fünftklässler geachtet. Das Besondere: Jeder konnte beim Camp mitmachen, egal ob Vereinsmitglied oder nicht. Und das alles kostenfrei.
„Die Anmeldung lief einfach per Mail an den Verein ab“, erklärt Benedikt Bauer die niedrigen Hürden zur Teilnahme. Der 23-Jährige spielt für den Delitzscher Gymnasialen Sportverein Ehrenberg, kurz GSVE, in der 2. Volleyball-Bundesliga. Über eine Fördersumme wurde die gesamte Woche durch das Landratsamt Nordsachsen finanziert. Zusätzlich gab ein Sponsor etwas dazu. Dieser wolle aber anonym bleiben, erklärt Bauer. „Wir wollten allen in Delitzsch etwas wiedergeben“, erklärt der GSVE-Außenangreifer den Grund für das erstmalig organisierte Feriencamp. Und wiedergeben heißt in diesem Fall auch, einen Teil der eigenen Freizeit abzuzwacken. Denn Bauer und weitere Vereinsakteure begleiteten die Woche ehrenamtlich.
Darunter sind Paula, die bereits die GSVE-Bambinis trainiert, und ihr Bruder Florian, Nachwuchsspieler in der U-14-Mannschaft. „Sie haben sich angeboten, in den Ferien zu helfen“, sagt der Bundesligaspieler. „Das schlagen wir natürlich nicht aus.“ Dazu kommt Julian Raatz. Der Regionaltrainer ist über eine Kooperation zwischen dem Verein und dem Landessportbund hauptamtlich angestellt.
Im Fokus der Woche sollte aber nicht ausschließlich der Volleyball stehen, erklärt Bauer. Der Plan sah unter anderem auch einen Besuch im Tiergarten Delitzsch und ein Coaching sowie ein gemeinsames Kochen mit Ernährungsberaterin Katja Wenzlaff vor.

... Sport

Im Bild: Abwechslung im GSVE-Feriencamp: Die Sitzvolleyballer zeigen schnelle Spielzüge.

Die Becker-Halle füllt ein erwartungsvolles Murmeln. Eine tiefe Stimme spricht ruhig, erklärt, was es als nächstes auszuprobieren gilt. Von Sitzen wird etwas erzählt – und vom durch die Halle rutschen. Zusätzlich soll noch ein Ball hin und her gespielt werden? Einige der 30 Mädchen und Jungen schauen ungläubig.
Dann zeigen zwei Spieler der Delitzscher Sitzvolleyballer einige Spielzüge. Schnelle Ballwechsel und Bewegungen am Boden – Applaus. Als die Kinder es dann selbst ausprobieren, weicht die Skepsis dem Spaß.
Neben den Sitzvolleyballern halten auch die Faustballer eine Stunde während des Feriencamps ab. Zum sportlichen Programm gehören aber auch jeweils rund 90-minütige Einheiten im Volleyball: Darunter Ballschule, oberes und unteres Zuspiel oder Aufschlag.
Zwischendurch gibt es Staffelspiele, ein Schuhhockey-, Brennball- und Zweifelderballturnier. Langeweile dürfte so nicht aufgekommen sein.
Auch Benedikt Bauer zieht ein rundum positives Fazit. Es war „genial“, sagt er. In den Reihen der Delitzscher, Schkeuditzer, Bad Dübener und Wurzener Kinder seien auch einige Talente gewesen. Es gebe auf jeden Fall die Überlegung, das Feriencamp im kommenden Jahr zu wiederholen. Eventuell mit weiteren Delitzscher Vereinen.

... und Ernährung

Im Bild: Kochen im Studio von Ernährungsberaterin Katja Wenzlaff.

„Das hat nichts mit Gummibärchen zu tun“, sagt Katja Wenzlaff. Als die Delitzscher Diplom-Ernährungsberaterin den GSVE-Feriencamp-Kindern erklärt, welche Bestandteile zu einem ausgewogenen Frühstück gehören, wird auch „etwas Buntes“ aufgezählt. Damit sind Obst und Gemüse gemeint, klärt Wenzlaff auf.
Die Ernährungsberaterin will es den Kindern einfach machen und sie dazu ermutigen, etwas auszuprobieren, was sie eventuell noch nicht kennen, erklärt Wenzlaff. Das gehe manchmal besser in der Gruppe.
Nach einer spielerischen Beratung heißt das für die Drei- bis Fünftklässler, dann auch wieder selbst aktiv zu werden: Während eine Gruppe ihre eigne Kartoffelsuppe zubereitet, putzen, schälen, schneiden und braten die anderen Kinder alle Zutaten für Wraps.
Die Kinder haben vieles bereits in der Schule kennengelernt, sagt Wenzlaff. Ernährung sei jedoch kein Thema, mit dem sie sich tagtäglich auseinandersetzen. Die Kochstunde soll ihnen zeigen, dass es für jeden unkompliziert ist, sich gesund zu ernähen. Immer wieder von dem vorbereiteten Gemüse zu probieren, ist dabei kein Widerspruch.

LVZ Leipziger Volkszeitung, 29.02.2020