Volles Rohr: Volleyball und vieles mehr

Der GSVE Delitzsch bietet ab Montag beim Feriencamp Kindern ein abwechslungsreiches Programm – nicht nur in der Becker-Halle

 

Delitzsch. „Wir hatten vor zwei Jahren eine ambitionierte Idee“, erzählt GSVE-Teammanager Benedikt Bauer, „wir wollten etwas für Delitzsch machen und dabei auch Eltern erreichen, die sonst nichts mit Volleyball am Hut haben.“ Aus der Idee ist Realität geworden: Am Montag um 9 Uhr startet das erste Feriencamp der Delitzscher Volleyballer für Kinder der 3. bis 5 . Klassen in der Artur-Becker-Halle.

Und tatsächlich wurden dafür viele Mädchen und Jungen angemeldet, die zuvor noch keinen Berührungspunkt mit den Gymnasialen hatten. Um genau zu sein 25 von 34, einige kämen auch von weiter her, wie etwa aus Schkeuditz und Wurzen wie Bauer stolz berichtet. Der 24-Jährige engagiert sich beim GSVE im Nachwuchs, seitdem er vor sechs Jahren zu den Delitzschern stieß. „Es macht einfach einen Riesenspaß, mit den Kindern und unserem Trainerteam zu arbeiten“, erklärt der gebürtige Bayer.

In das Feriencamp hat er viel Freizeit gesteckt – das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn es gibt bis Freitag täglich von 9 bis 16 Uhr ein abwechslungsreiches Programm, das weit über den Volleyball hinausreicht. So steht am Montag neben ersten spielerischen Aktivitäten auch ein Besuch im Tiergarten Delitzsch an. Am Dienstag kommen Sitzvolleyballer aus Leipzig an den Lober, inklusive dem Paralympics-Medaillengewinner Christoph Herzog. Einen Tag später zeigen die Faustballer von Sachsen Delitzsch den Kindern, wie ihr Sport funktioniert. Und an den beiden letzten Tagen kocht die Delitzscher Ernährungsberaterin Katja Wenzlaff jeweils mit einer Gruppe eine Mahlzeit, die sowohl schmackhaft als auch gesund ist.

Dazwischen kommt natürlich auch das Ballspielen nicht zu kurz. Dabei will Benedikt Bauer mit seinen Schützlingen auch das Werfen etwa mit einem Football, Baseball und Frisbee üben, da er festgestellt hat, dass es gerade hier noch Nachholbedarf gibt. Andere Sportarten wie Brennball und Schuhhockey (bei dem statt Schlägern Schuhe zum Schießen verwendet werden) lernen die Kinder ebenfalls kennen.

Um den Spaß für die Nachwuchsvolleyballer abzurunden, will Bauer in den Mittagspausen die ein oder andere Folge des japanischen Volleyball-Animes „Haykyu!!“ vorführen. „Dort werden einige Spielzüge richtig gut erklärt“, sagt der Außenspieler des GSVE, der sich dort auch um zwei Nachwuchsteams kümmert. Etwas Zeit bleibt ihm dafür derzeit, auch wenn er gerade viel für Uni-Klausuren lernen muss. Denn seine Gymnasialen haben an diesem Wochenende wegen des DVV-Pokalfinals spielfrei und müssen erst wieder am nächsten Sonnabend in Frankfurt ran. Christian Dittmar
LVZ Leipziger Volkszeitung, 15.02.2020