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Nicht schön, aber selten – und erfolgreich

 
Volleyball-Regionalliga: Zweiter Sieg für GSVE-Reserve

Nordhausen. Der verpatzte Saisonstart ist (fast) vergessen: Der GSVE Delitzsch II hat mit einem Viersatz-Erfolg beim SVC Nordhausen den zweiten Sieg hintereinander gefeiert und sich auf Rang sieben der Volleyball-Regionalliga geschoben. In einer zähen Partie behielten die Gäste mit 25:23, 22:25, 25:19 und 25:23 die Oberhand. Ob anschließend die örtliche Brennerei aufgesucht wurde, ist indes nicht überliefert. Allzu überschwänglich wollte Trainer Sebastian Reichstein den Erfolg jedenfalls nicht feiern. „Das war ein ganz schöner Arbeitssieg, der nicht schön aussah. Am Ende hat die Mannschaft gewonnen, die von den vielen Fehlern ein paar weniger gemacht hat.“

Allerdings sprachen die Vorzeichen auch nicht gerade für die Gäste. Christoph Schößler und Anton Röthel schleppten sich schwer erkältet aufs Parkett. Felix Kempe fuhr gar nicht mit nach Thüringen. Er hatte sich beim Aufwärm-Fußballspielchen im Training am Knöchel verletzt, fällt mit einer Bänderdehnung noch ein bis zwei Wochen aus. Und auch die äußeren Umstände sprachen nicht gerade für die Reserve-Recken. Die Halle in Nordhausen ist hoch, weit und lichtdurchflutet – also all das, was die heimische Becker-Schachtel nicht ist. Speziell Zuspieler Lukas Bayer leidet unter derartigen Bedingungen, weil die gewohnten Fixpunkte zur Orientierung fehlen.

Hinein ins Spiel: Delitzsch lief angesichts der komplizierten Voraussetzungen oft und gern einem Rückstand hinterher, ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. „Wir haben immer an uns geglaubt, uns auf die eigene Leistung konzentriert und uns nicht an den Schiedsrichtern gerieben“, berichtete Reichstein verzückt. Der Blick fürs Wesentliche hatte dem Aufsteiger in den ersten Spielen in Liga vier zu oft gefehlt. Inzwischen wirkt die Truppe wesentlich gefestigter. Annahme und Angriff präsentierten sich in ordentlicher Verfassung. „Wir haben uns ein gewisses Selbstvertrauen erarbeitet, bleiben in schwierigen Phasen relativ entspannt, weil wir wissen, dass wir am Ende der Sätze immer etwas reißen können.“ Bis auf Durchgang Numero zwei funktionierte diese Taktik der Lockerheit. Bis auf den dritten Abschnitt war das Niveau allerdings auch höchstens durchschnittlich. Egal, es reichte trotzdem.

„Am Ende fragt keiner mehr, wie du gewonnen hast“, brachte es Reichstein auf den Punkt, legte die langen Finger aber gleichzeitig in die Wunde. „Wir müssen uns alle reflektieren und im Training eine Schippe drauf legen. Jetzt kommt ein anderes Kaliber.“ Am Sonnabend schlägt der Tabellendritte Erfurter VC in der Becker-Halle auf. Eine Mannschaft, gespickt mit Talenten aus der Thüringer Landesauswahl. Derweil wollen die Delitzscher im Training vor allem an ihren Aufschlägen feilen. Die genügen den Vorstellungen des gestrengen Übungsleiters längst nicht. „Daran müssen wir was machen. Das geht so nicht.“