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GSVE-Ziehharmonika spuckt zu viele schiefe Töne

Volleyball-Regionalliga: Delitzsch II fehlt beim 0:3 in Dresden die Konstanz / Coach sieht gute Ansätze
         

Zuhören, jetzt spricht der Chef: Trainer Sebastian Reichstein ist trotz Auftaktniederlage mit der Leistung seiner Mannschaft in Dresden zufrieden. Foto: Alexander Prautzsch 

        

 

Delitzsch. Die Reserve-Recken haben das Abenteuer Volleyball-Regionalliga mit einer eingepreisten Niederlage begonnen. Dem auf den ersten Blick deutlichen 0:3 (19:25, 23:25, 22:25) beim USV TU Dresden vermochte Trainer Sebastian Reichstein aber durchaus einige positive Seiten abzugewinnen. Kern der Botschaft: Wir sind Aufsteiger, müssen uns nicht verstecken, können noch einige Prozente aus den Gelenken kitzeln. „So schlecht haben wir nicht gespielt, wir haben gezeigt, dass wir mithalten können – aber eben nicht die ganze Zeit“, lautete Reichsteins Fazit.

Die angesprochene mangelnde Konstanz brachte die jungen Herren vom Lober um einen durchaus möglichen Punktgewinn. Dresden wirkte keinesfalls übermächtig. Spätestens im zweiten Satz, als die Gäste Respekt vor Gegner und Liga abgelegt hatten, entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Doch das größte Problem der GSVE-Reserve blieben stetig wiederkehrende Schwächephasen. So wiederholte sich ein Szenario mehrfach: Der USV zog mehrere Punkte weg, Delitzsch kämpfte sich wieder zum Ausgleich. Das Ziehharmonika-Prinzip endete jeweils am Satzende, die abgezockten Hausherren spielten ihre Routine aus. „Es war eine Berg- und Talfahrt. Wir haben durch eigene Fehler verloren“, bekannte Reichstein.

Besonders die Annahme bereitete seiner Truppe bisweilen große Probleme. Umso höher ist die starke Leistung von Zuspieler Lukas Beyer zu bewerten, der die Bälle taktisch klug verteilte. In der Mitte spielte Frischling Jonas Rottosch (16) durch und fischte im Block einige Bälle. Im Angriff machte sich das Team bisweilen selbst das Leben schwer und versemmelte mehrfach völlig unnötig gute Chancen. Wenigstens hatten die Gäste ihren Aufschlag einigermaßen im Griff, freilich ohne zu glänzen. Es gibt also genug Ansatzpunkte, an denen in den nächsten Wochen gefeilt werden kann. „Wir müssen im Training in jeder Phase 100 Prozent geben. Lieber eine Viertelstunde kürzer, dafür intensiver arbeiten, Danach sollen sie dann Spaß haben. Das ist auch extrem wichtig“, verrät der Coach sein Credo.

Immerhin gewährt der Spielplan den Delitzschern jetzt ein freies Wochenende, ehe am 14. Oktober das erste Heimspiel gegen den VSV Jena am Firmament aufleuchtet. „Das ist gleich der nächste Brocken“, mutmaßt Reichstein, denn: „Es ist doof, weil es kein Videomaterial gibt, so kannst du dich nicht richtig auf den Gegner einstellen, sondern nur die eigenen Fehler ausmerzen.“ Andererseits hat die GSVE-Reserve dort sicher genug zu tun, auch wenn Reichstein optimistisch nach vorn blickt: „Wenn wir eine Schippe drauflegen und uns kontinuierlich steigern, ist alles möglich.“