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„Wir sind definitiv in der Außenseiterrolle“

 
GSVE II startet morgen in die Volleyball-Regionalliga
         

Sebastian Reichstein Foto: Alexander Prautzsch         

Delitzsch. Irgendwann endet jede Vorbereitung, weil irgendwann die Saison beginnt und endlich Antwort gibt auf die Frage: Sind wir gut genug? Aufsteiger GSVE Delitzsch II startet morgen beim USV TU Dresden das Projekt Volleyball-Regionalliga. Vor dem Spiel steht Trainer Sebastian Reichstein, 36, Rede und Antwort. Die Kräfteverhältnisse sind aber auch so klar: Im Vorjahr maßen sich Reichsteins Recken noch mit der TU-Reserve – und mussten ihr am Ende die Meisterschaft überlassen. Dementsprechend zurückhaltend äußert sich der sonst so gern überschäumende Coach vor der Premiere in Liga.

Herr Reichstein, die Ergebnisse in der Vorbereitung waren nicht gerade berauschend. Wie haben Sie darauf reagiert?

Nach dem Turnier um den Ur-Krostitzer-Cup gab es eine Aussprache, in der ich die Jungs eingenordet habe, weil mir die gesamtmannschaftlichen Fortschritte nicht gefallen haben. Seitdem steigern wir uns von Training zu Training. Die Einheiten gefallen mir immer besser.

Der Auftaktgegner hat es gleich in sich – ein Vor- oder Nachteil?

Wir sind definitiv in der Außenseiterrolle, haben keinen Druck und können viel
probieren. TU ist ein harter Brocken, eine gestandene Mannschaft. Mal gucken, ob wir da bestehen können. Ich hoffe jedenfalls, dass wir ein gutes Spiel machen und uns schnell dem Niveau anpassen.

Wie haben die Trainingseinheiten in der Woche vor dem Auftakt ausgesehen?

Wir sind die wichtigen Elemente nochmal einzeln durchgegangen und haben nach der richtigen Formation gesucht. Ich bin mir aber noch nicht sicher, mit welcher Formation wir anfangen.

Ist die Auswahl im Kader so groß, dass Sie tauschen können, falls ein Leistungsträger keinen guten Tag erwischt?

Im Normalfall schon, aber mit Christoph Schößler und David Buhl fehlen in Dresden leider zwei Spieler. Das bedeutet: zwei Alternativen weniger.

Rückt wegen des Ausfalls von Schößler Neuzugang Felix Kempe zurück in den Mittelblock?

Wir haben mit Felix mehrere Optionen. Er kriegt wahrscheinlich seine Spielanteile. Natürlich besteht die Möglichkeit, ihn in den Mittelblock zu ziehen, weil wir in der Außenannahme mit drei Spielern ziemlich gut besetzt sind.

Trotzdem gehen Sie insgesamt mit einer vergleichsweise jungen, vor allem auf diesem Niveau unerfahrenen Mannschaft in die Saison. Was kann man da erwarten?

Wir haben schon einige erfahrene Jungs dabei, die müssen die Führungsrolle übernehmen. Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Der Kader hat auf jeden Fall das Zeug dazu. Die Frage ist nur, inwieweit das jeder umsetzen kann.

Interview: Johannes David