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Keine Termine

Reichstein bringt die Neuen auf Trab

Delitzscher Reserve startet nun in Volleyball-Regionalliga

Zugegeben, momentan legt Sebastian Reichstein gerade am Ostseestrand die Beine in den Sand und gönnt sich einen Familienurlaub. Den allerdings hat sich der Trainer des Volleyball-Regionalligisten GSVE Delitzsch II auch verdient. Denn in den vergangenen Wochen brachte er die Neuzugänge des Aufsteigers auf Trab – und das war nicht immer ein leicht-verdauliches Brot.

„Gerade am Anfang war es ein bissel schwierig, weil wir einiges an der Technik verändern mussten. Da musste ich aufpassen, dass ich nicht die Geduld ver-
liere“, sagt Reichstein selbstkritisch und ergänzt: „Es braucht eben Zeit. Man darf nicht vergessen, aus welchen Ligen die Jungs teilweise kommen.“ Hannes Schindler und Jonas Rottosch etwa gingen in der Vorsaison noch für den VV Grimma in der Bezirksklasse ans Netz, überspringen mit ihren gerade einmal
16 Jahren also drei Ligen. Da dürfte eine Eingewöhnungsphase völlig normal sein. Und auch wenn der Weg noch weit ist, bleibt der Coach optimistisch. „Sie
können den Sprung schaffen. Es sind schon Verbesserungen zu sehen.“

Außerdem schindeten sich in der Becker-Halle Felix Kempe, der von Sachsenligist Bad Düben verpflichtet wurde, und Perspektivspieler Andreas Polz aus der eigenen Jugend, bisweilen unterstützt von Kapitän Lukas Bayer, der dann und wann ein paar Bälle servierte und den Trainingsalltag etwas auflockerte. Man will ja auch mal ein paar andere Gesichter sehen. Der 21-jährige Kempe wird übrigens gerade vom Mittelblocker zum Außenannahme-Spezi umgeschult, oder besser gesagt, zurückgeschult. Denn auf dieser Position war er im Jugendbereich zuhause. „Er macht das gut. Manchmal steht er noch nicht richtig zum Ball, aber das ist völlig normal“, berichtet Reichstein aus dem inneren Zirkel.

Am Montag beginnt in Delitzsch das offizielle Mannschaftstraining. Die Vorbereitung ist neben gemeinsamen Einheiten vollgepackt mit Testspielen und Turnieren. Die zweite GSVE-Garde schlägt unter anderem beim hochkarätig besetzten Turnier in Hildburghausen auf. „Ich guck mir das alles ganz genau an. Jeder kriegt seine Chance und dann sehen wir, wie es weitergeht“, sagt Reichstein.