Von Phase zu Phase

Volleyball-Sachsenklasse: GSVE-Reserve bleibt eine Wundertüte

Von Alexander Bley
Nach dem dritten Auftritt des GSVE-Nachwuchses in der Sachsenklasse ist bei Coach Sebastian Reichstein Ernüchterung eingetreten. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir das ein bisschen anders vorgestellt", sagte der 34-Jährige, nachdem sein Team daheim gegen Einheit Borna glatt in drei Sätzen (21:25, 17:25, 22:25) verloren und in Folge per Tie-Break-Entscheidung (23:25, 28:26, 21:25, 25:18, 15:10) gegen den SV Plauen-Oberlosa wenigstens zwei Punkte gerettet hatte.

  
So richtig Fuß fasste der GSVE II im ertsen Heimspiel der neuen Saison nicht. "Die ersten zwei Sätze liefen völlig an uns vorbei", so Reichstein, "Die Aussenangreifer haben sich regelrecht erschlagen". Wohl auch dadurch geschuldet, das Lukas Bayer die Zuspiele hoch und lang auf die Außenposition spielte um Sicherheit zu bekommen. Dadurch konnte sich der gegnerische Block sehr gut positionieren. Schwuppdiwupp waren die ersten beiden Sätze gegen Borna weg. Im Dritten hatte sich die Reichstein-Truppe gefangen, führte gar, um gegen Ende wieder im  Angriff wegzubrechen. Die Verunsicherung sollte auch in der zweiten Partie gegen Tabellenführer Plauen lange nicht weichen. Als die Delitzscher im dritten Satz eine Sechs-Punkte-Führung vertändelten, platzte dem Coach der Kragen. Nach der Verbal-Faltung hatte es Klick gemacht. "Scheinbar war die nötig", meinte der 34-jährige Nachwuchs-Coach, "ab da an dominieren wir das Spiel."
Ergo hievten sie den angeschlagenen Kahn 3:2 in den Hafen. "Da gibt es Phasen, wo du draußen verzweifelst. Dann aber auch die anderen, in denen sie ihr Potenzial entfalten", grübelte Reichtstein. Und das können die Seinen derzeit nur phasenweise abrufen. "Wir müssen mehr dahin gehen, wo es weh tut", fordert er sein Team. Das bedeutet mit Sicherheit Extra-Schwitz-Einheiten in den kommenden Wochen. Die aktuelle Leistung wird in der Tabelle mit dem 8. Platz beziffert, viel Potenzial nach oben.

 

Spielbericht SV Einheit Borna