GSVE II: Planung in der Pause

Volleyballer werkeln im Hintergrund

Delitzsch. Eine verfrühte Sommerpause erleben die Volleyballer des GSVE Delitzsch II. Nachdem bereits Mitte März die Regionalliga-Saison frühzeitig beendet werden musste, würde der Trainingsbetrieb unter normalen Bedingungen nun langsam wieder anlaufen. „Ich bin ein Freund davon, nach Saisonende einen Monat Volleyball-Pause zu geben. Danach würden wir bis zur nächsten Saison aber eigentlich normal durchtrainieren“, sagt Trainer Sebastian Reichstein.

Derzeit muss sich sein Team, dass nach einigen Höhen und Tiefen in der ungewohnt kurzen Spielzeit mit dem vierten Tabellenplatz noch sehr gut abschneiden konnte, individuell fit halten. Kontakt bestehe nur über Textnachrichten. Ändern wird sich daran wohl auch in den kommenden Wochen erstmal wenig. Der Beschluss des Freistaats, Vereinssport unter freiem Himmel wieder zu erlauben, löst bei Reichstein wenig Euphorie aus: „Für uns ergibt diese Lösung wenig Sinn. In kleinen Gruppen draußen zu trainieren, das bringt uns recht wenig.“
Unterdessen läuft die Planung für die kommende Saison auf Hochtouren. Geben es die Umstände her, könnte diese aufgrund der vergrößerten Staffel (in der kommenden Spielzeit gehen zwölf Mannschaften an den Start) wohl schon früher als wie gewohnt Ende September starten. In einer Videokonferenz besprach sich daher das GSVE-Trainerteam zur Kaderplanung. Welche Spieler sollen aus dem Nachwuchs hochgezogen werden? Wer soll perspektivisch den Sprung in die Erste schaffen?
Gut überlegt soll dabei die Meldung der Nachwuchsspieler für die nächste Saison sein, damit gegebenenfalls Spiele sowohl in der Jugend als auch bei den Herren möglich sind. Auch den ein oder anderen Spieler aus dem Umland hat der GSVE noch auf dem Zettel stehen. Da Probetrainings derzeit nicht möglich sind, muss die Akklimatisierung neuer Sportler diesmal ungewohnt schnell funktionieren.

Reichstein plant, bei wiedereröffneten Hallen, im Juli ins Mannschaftstraining einzusteigen: „Mindestens anderthalb Monate brauchen die Jungs, um auf Wettkampfniveau zu kommen. Die Fitness sollte dabei das geringste Problem sein.“ Leon Heyde

 

LVZ Leipziger Volkszeitung, 19.05.2020