Mit Gottes Hilfe

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2. Volleyball-Bundesliga: Der GSVE Delitzsch peilt gegen die direkte Konkurrenz ein Sechs-Punkte-Wochenende an
VON THOMAS FRITZ
Delitzsch. Vor den beiden Heimduellen des GSVE Delitzsch gegen den Tabellenelften TuS Kriftel (Sonnabend 20 Uhr) und Schlusslicht Frankfurt (Sonntag/15 Uhr) hofft Trainer Frank Pietzonka auf Beistand von ganz oben. Mit Libero Felix Winkler, Robert Karl, Björn Vanselow, Philipp Maaß und Thomas Ahne, die teilweise erkältet sind oder andere körperliche Wehwehchen plagen, muss der Volleyball-Zweitligist womöglich auf den einen oder anderen Leistungsträger verzichten. „Ich kann nur zu Gott beten“, sagt Pietzonka mit einem Augenzwinkern, „dass das Problem am Spieltag nicht mehr so groß ist.“ Wer beim Aufsteiger noch fit wird, war bis Freitag nicht absehbar.
Ungeachtet der Personalien ist es der Anspruch der Gymnasialen, beide Spiele zu gewinnen. „Wenn das nicht das Ziel wäre, dann hätten wir in der zweiten Bundesliga auch nichts verloren und dann würden Mannschaft und Trainer etwas falsch machen“. Eine klare Ansage des Coaches.
Mitaufsteiger Kriftel nennt der Mann auf der Bank eine spielstarke Mannschaft, die mit dem eigenen Aufschlags- und Annahmespielspiel unter Druck gesetzt werden soll. „Dann können wir den Block auch mal zumachen.“ Frankfurt konnte er unter der Woche noch nicht genauer analysieren. Das wird am Abend vor dem Match erledigt.
Kapitän Felipe Pardini-Glaser sieht in den Duellen gegen direkte Konkurrenten um den Abstieg eine wichtige Standortbestimmung. „Wenn wir in der Liga bleiben wollen, müssen wir solche Spiele gewinnen.“ Ein Motivationsknick gegen die „Kleinen“ – ein Dauerthema über alle Sportarten und Ligen hinweg – sei für ihn daher kein Thema.
Und da ist ja auch noch das bittere 2:3 vom vergangenen Sonntag in Friedrichshafen. Lange wähnten sich der GSVE auf der Siegerstraße, am Ende musste er sich im Tiebreak mit 12:15 geschlagen geben und verpasste nach dem 3:1 in Freiburg ein Sechs-Punkte-Wochenende um Haaresbreite. Ein kleiner Stachel für Team und Trainer – und eine extra Motivation. „Wir wissen, woran es lag und haben die Fehler analysiert“, sagt Pietzonka. Man sei athletisch einen Tag nach dem tollen Sieg im Breisgau nicht voll auf der Höhe gewesen und auch die Halle sei schwierig zu bespielen gewesen. Am Ende haperte es an der nötigen Konzentration und Kaltschnäuzigkeit. „Wir müssen nun geschlossen wie gegen Freiburg auftreten“, betont Pardini-Glaser, „und die Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen lassen.“
Mit elf Zählern aus acht Partien stehen die Gymnasialen derzeit auf Platz acht der Tabelle. Ein Grund zur Zufriedenheit ist das nicht. „Zufrieden bin ich erst, wenn der Abstieg ausgeschlossen ist und wir in der Liga bleiben“, sagt Pietzonka. Mit der perfekten Ausbeute gegen Kriftel und Frankfurt würden die Delitzscher diesem Ziel schon etwas näher kommen.

Im Bild: Beim letzten GSVE-Heimspiel gegen Karlsruhe am 13. Oktober zieht Thomas Ahne durch.Foto: Alexander Prautzsch