Mitunter völlig entfesselt

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2. Volleyball-Liga: GSVE gewinnt in Freiburg mit 3:1

Delitzsch. Die Herangehensweise akribischer, der Ton vorab fordernd – das Ergebnis: drei wichtige Punkte für die Delitzscher Volleyballer. Teil eins des Auswärtstrips in den tiefen Süden der Republik hat der GSVE gemeistert. Und vor allem sich selbst belohnt.

Für einen harten Fight, für gegenseitiges Einspringen, für die geräuschlose und konzentrierte Vorbereitung auf die Breisgauer. Freiburg, kein leichtes Pflaster, auch wenn das Team von Jakob Schönhagen im Tabellenkeller feststeckt.

Auch, weil vor 700 Zuschauern eine Ära am Sonnabend enden sollte. Der Spielort ist seit Abpfiff Geschichte. Die Burdahalle ist dicht. Die FT von 1844 zieht in eine neue, moderne Halle im Sportpark. Jeder Delitzscher weiß, welcher Charme und Zauber alten Hallenschachteln innewohnt und welche Vorteile das für die Heimmannschaft mit sich bringt...

Der GSVE brach diesen Nimbus, holte sich nach vier bitteren Pillen in der Liga den Sieg. 3:1 (23:25, 25:13, 25:23, 25:19). Ausrufezeichen. Das setzen sie vor allem in der Feldabwehr, da folgten die Delitzscher jedem Ball nach. Auch das Déjà-vu im ersten Satz steckte das Team von Trainer Frank Pietzonka weg.

Eine Serie der Hausherren reichte gegen die Delitzscher, um den Satz einzutüten. „Unsere Feldabwehr war Wahnsinn. Der Block war dicht und der Großteil der Bälle, die wir rausgeholt haben, wurde gekillt“, erklärte Libero Julius Fritsche den Unterschied zu den vorangegangenen Partien.

Scheinbar mit viel Wut im Bauch sprengten die Recken vom Lober im 2. Satz die Ketten. Sie düpierten die Freiburger vor eigenem Publikum – entfesselt, mit zwei Monsterserien über die Stationen 10:3 und 20:9 auf 25:13. Der GSVE verwandelte gleich den ersten der elf Satzbälle. In Fahrt setzten sich die Delitzscher auch im folgenden Spielabschnitt ab – auf 22:15. Nur schmolz dieser in Gänze.

„Einfache Fehler sollten wir unbedingt abstellen“, haderte Fritsche. Kurz vor knapp fingen sich die Delitzscher aber und brachen so die FT endgültig. „Sie konnten uns nicht überraschen. Wir haben optimal gespielt“, lobte Trainer Pietzonka sein Team am Sonntag auf der Fahrt zu Part zwei des Trips: nach Friedrichshafen. Von Alexander Bley

GSVE: Pardini Glaser, Kreißl, Karl, Ahne, Lohrisch, Maaß, Fritsche, Winkler, Bauer, Miersch, Vanselow, Thielow.

Im Bild: Julius Fritsche konzentriert und flink in der Annahme. Foto: Emil Timm

 

LVZ, 18.11.2019