Guter Start, schwaches Ende

Volleyball-Zweitligist GSVE verliert 1:3

Grafing. In der Nachbetrachtung der 1:3-Niederlage am Sonnabend beim Grafinger Bären prallen beim GSVE zwei Welten aufeinander. Die Eine: Der TSV entschlüsselt das Spiel der Recken nach dem ersten Satz und spielt die Partie auf einem „wahnsinnigen Niveau“ zu Ende. Die andere Ansicht kommt von Trainer Frank Pietzonka. „Ich habe mich nach dem Spiel mit Paul Lohrisch unterhalten und gehe mit, dass sie uns richtig gut gelesen haben. Wir müssen aber aufpassen, dass wir uns es da nicht zu einfach machen. Der Gegner spielt immer nur so gut, wie wir es zulassen.“

Und das war in den Durchgängen zwei, drei und vier für den GSVE-Coach zu viel des Guten. Die Sätze verloren die Volleyball-Recken vom Lober deutlich: 17:25, 14:25, 16:25. Nur im ersten Spielabschnitt hielten sie dem Bären in der Jahnsporthalle vor 344 Zuschauern stand. 25:22 brachten sie den Satz nach Hause.

Zur Entschlüsselung: Es kristallisierte sich schnell raus, wo der Hase bei den Delitzschern langläuft – über die Mitte. Was landläufig kein Geheimnis mehr sein dürfte. Aber um den Druck vom Kessel zu nehmen, muss in den entscheidenden Situationen der Diagonalangreifer eine Schneise in den Wald, respektive das Grafinger Team schlagen. Auf Gedeih und Verderb. Und daran mangelt es derzeit.

Thomas Ahne fehlte berufsbedingt, für Peter Miersch und Philipp Thielow scheint die Aufgabe Liga zwei noch eine Nummer zu groß. Zudem brachte die Rochade mit Außenangreifer Lohrisch keinen Effekt. „Auch wenn wir uns in vielen Situationen nicht belohnt haben, bleibe ich dabei, dass auf der Diagonalposition im Training etwas passieren muss“, fordert Pietzonka. Nach der vierten Niederlage in Folge rutscht der GSVE in der Südstaffel auf Rang zehn ab. Emil Timm

GSVE: Pardini Glaser, Lohrisch, Karl, Miersch, Kreißl, T. Pietzonka, Winkler, Fritsche, Bauer, Vanselow, Thielow.

 

LVZ 11.11.2019