„Noch nicht am Leistungslimit“

bruno

2. Volleyball-Bundesliga: GSVE-Mittelblocker Philipp Maaß vor dem Ritt zum Grafinger Bären im Interview
Mittelblocker mit Gardema(a)ß: GSVE-Riese Philipp Maaß setzt zum Höhenflug am Netz an.Foto: Emil Timm

Delitzsch. Nach dem Luftholen in den vergangenen Tagen wird es knackig, harte Wochen stehen dem GSVE (9. Platz) in der 2. Volleyball-Bundesliga bevor. Das straffe Pensum der Delitzscher beginnt am heutigen Sonnabend (19 Uhr) im fernen Grafing (6.). Mittelblocker Philipp Maaß erklärt, warum die Recken im fernen Bayern Außenseiter sind und wo er noch Reserven bei seinem Team sieht.

Von Interview: Emil Timm

 

 

Es ist November, so richtig in Fahrt gekommen ist die Liga noch nicht und plötzlich geht es mit Hyperschall weiter. Wie kommt so ein Spielplan bei Spielern an?

Der Plan ist ein Kompromiss. Manche Vereine müssen Spiele verlegen, weil die Halle belegt ist. Gerade bei Auswärtsspielen ist es gut, wenn die Spieltage zusammengefasst werden können. Ein freies Wochenende ist dann auch nicht schlecht.

 

Zwei Siege zum Saisonanfang, dann drei Niederlagen – habt ihr bereits zu viele Punkte liegen gelassen?

Nur das Spiel gegen Unterhaching war blöd, das hätten zwei Punkte mehr sein können. Die Niederlagen gegen Karlsruhe und Hammelburg waren gerechtfertigt. Insofern ist das okay. Die Leistung in den Spielen war solide.

 

Gegen Grafing wird es nicht leichter.

Ja, deswegen müssen wir uns nicht viel Druck machen. Wir sind Außenseiter und sollten das als positive Sache betrachten. Wir müssen uns in Grafing für die nächsten Spiele heiß machen.

 

Grafing und andere Teams sehen den GSVE nicht als Außenseiter, sondern als zweitligaerfahren …

Die Meisten kennen die Qualität der Mannschaft. Wir haben aber ein Jahr 3. Liga gespielt und uns mitunter im Niveau angepasst. Deswegen sind wir als Aufsteiger Außenseiter. Wir wissen theoretisch wie es in der 2. Liga geht, müssen es aber noch zeigen.

 

Warum ist die Leistungskurve so wellig?

Ein Stück weit muss sich noch ein erster Sechser rausformen. Wir haben in der Aufstellung viel probiert, was einerseits Spielpraxis für jeden bringt, aber andererseits auch ein Quäntchen Abstimmung auf der Strecke bleibt. Ein wechselseitiges Dilemma: Mit der Eingespieltheit der Stammformation steigt die Sicherheit auf dem Feld, aber die Unzufriedenheit der Spieler auf der Bank.

 

Wie lautet die Lösung?

Weil wir noch nicht an unserem Leistungslimit spielen, ist schwer zu sagen, wer die Nase vorn hat. Wir müssen unseren Trainern vom Feld aus das Gefühl vermitteln, nicht gleich wechseln zu müssen.

 

LVZ 09.11.2019