GSVE vor hartem Programm

Volleyballer mit sechs Spielen im November

Delitzsch. Hoch die Hände, Wochenende, hieß es zuletzt für die 2. Volleyball-Bundesliga. Verschnaufen vor den kommenden harten Wochen. Sechs Spiele stehen im November auf dem Programm der Recken vom Lober. Den Anfang macht Sonnabend die Partie in Grafing (19 Uhr).

Warum eigentlich aber immer diese Pausen und dann so ein brachiales Programm für die Delitzscher GSVE-Cracks? Beschlossen beziehungsweise gedealt wird der Spielplan auf dem Staffeltag der 2. Liga vor der Saison. Da ist von jedem Verein ein Vertreter zugegen, der den Arm hebt, nickt oder mit dem Kopf schüttelt.

Ergo muss sich zuallererst jeder selbst an die Nase fassen. Zweiter Knackpunkt: Pokal, frei nach dem Motto: Stadt, Land, Republik. Um im DVV-Pokal, also dort, wo es den richtig großen Pott gibt, spielen zu dürfen, müssen sich die Teams über den Landes- und Regionalpokal qualifizieren. Vergangenes Wochenende stand das Achtelfinale an.

Vier unterklassige Mannschaften hatten die Chance, sich mit einem Bundesligisten zu messen. Darunter ein Drittligist und drei Teams aus der 2. Liga. Sowohl der SVG Lüneburg II (gegen Frankfurt 0:3), Lindow-Gransee (gegen Bühl 1:3), Karlsruhe (gegen Giesen 0:3) und Mainz (gegen Herrsching 0:3) gingen mit wehenden Fahnen unter. Das Niveau in der Bundesliga ist eben ein ganz anderes. Überraschungen blieben weitestgehend aus: Im Viertelfinale stehen außerdem Friedrichshafen, Berlin, Düren und Rottenburg. Letztere schlugen die hoch gehandelten Alpen Volleys mit Connection nach Österreich.

Beim GSVE hält man nicht so viel vom Pokal. Seit Jahren nimmt sich der Zweitligist dort raus. Wobei es gerade mit einem so breiten Kader wie in dieser Saison doch eine gute Möglichkeit wäre, den zweiten Anzug salonfähig zu machen. Und wer weiß, vielleicht wäre ja auch eine Überraschung drin. Emil Timm

 

LVZ 07.11.2019