Alarmstufe Rot bringt GSVE neuen Rekord

meister23

Da war dann doch noch ganz schön Musike drin, im Spiel um die „Goldene Ananas“. Aufsteiger GSVE Delitzsch rumpelt sich beim bayerischen Absteiger SV DJK Taufkirchen zum 20. Saisonsieg – 3:1 (25:22, 19:25, 25:22, 25:14). Spitze in der 3. Liga. Sieben Zähler vor Dresden und elf vor Leipzig kommen die Volleyballer vom Lober ins Ziel. 57 Punkte – Rekordwert eines Aufsteigers seit Bestehen dieser Liga.

3. Liga ade! So in etwa kann das Piktogramm, das einem Ortsschild gleicht, auf den Aufstiegs-Nickis der Gymnasialen gedeutet werden. Herzlich Willkommen zurück in der Heimat – in Liga zwei! Witziges Detail: Über dem GSVE-Logo leuchten nunmehr zwei Sterne – für zwei Meisterschaften. In der 2. Liga waren die Recken 2012 bereits Primus. Nur der Vollständigkeit halber: Von 2003 bis 2017 spielten die Volleyballer in der 2. Bundesliga, Ausnahme Saison 2005/06 – da waren die Delitzscher erstklassig.

Zurück zum Spiel: Die Recken mühten sich, die Spannung zu halten. Schließlich war schon alles in trockenen Tüchern. Ohne sich mit Ruhm zu bekleckern, sicherten sich die Recken Durchgang eins, ließen daraufhin mal wieder einen gucken, um sich schließlich zu fangen. Dafür musste erst die Sicherung rausspringen. Trainer Frank Pietzonka bekam beim Stand von 13:15 Gelb, zwei Punkte später Robert Karl Rot. Ergo einen Punktabzug. „Wir haben gemeckert“, gab sich der Coach diplomatisch. Grund: Taufkirchen stellte mehrfach beim Aufschlag einen Sichtblock. Ahnden wollte das Schiedsgericht das nicht – obwohl es laut Spielordnung verboten ist. Das Gute an der Geschichte: Danach lief es. Auch ohne das krankheitsbedingte Fehlen von Paul Lohrisch und Tom Pietzonka.

Übrigens: Der Deutsche Volleyballverband ließ sich nicht lumpen. Eine Urkunde und drei Sektflaschen gab es für den Meister der 3. Liga, Staffel Ost.

Zur Heimfahrt: Der Coach wurde bei der Party im Bus per Panzertape an Benedikt Bauer und Björn Vanselow gefesselt – Schlafen war so unmöglich. Singend debattiert wurde über eine Abschlussfeier. Zur Wahl stehen Saunaclub oder Beach-Party in Krostitz. „Die Straußenfarm wird es dieses Mal definitiv nicht“, gab Philipp Maaß Brief und Siegel.

Dienstags wird bis Ende April weitertrainiert. Neue Spieler sollen sich vorstellen können – zwanglos. An fünf Verstärkungen ist Pietzonka dran. Noch ist nichts in trockenen Tüchern.

GSVE: Pardini Glaser, Karl, Bauer, Maaß, Thielow, Klemm, Planer, Winkler, Vanselow, Fritsche.

Quelle: lvz

Von Kirk Lazarus