3:1 in Zschopau vergrößert den Vorsprung

zschopau

Im Großen und Ganzen war es solide, was die GSVE-Recken am Sonnabend in Zschopau am Netz abgeliefert haben. 3:1, Sieg Nummer 16 im 18. Drittligaspiel, weiterhin Platz eins. Sechs Zähler vor dem ärgsten Verfolger. Der reitet übrigens am kommenden Sonnabend in Delitzsch ein. In der Beckerschachtel fliegt dann beim letzten Heimspiel der Saison im Derby gegen L.E. um 20 Uhr der Deckel vom Karton. Kulisse mitsamt Stimmung sind dann Trumpf.

Die Probe auf’s Exempel gab es für die Delitzscher am Fuße des Erzgebirgskammes beim VC. 317 Zuschauer, es wurde laut. Da haben schon so einige Teams der Liga wacklige Knie bekommen. Die Recken blieben standhaft. Weitestgehend. „Die Halle war unglaublich laut. Auf der einen Seite hast du die Box und auf der anderen die Zuschauer“, beschrieb Kapitän Felipe Pardini Glaser den Auswärtsritt. Teamkollege Robert Karl schloss sich an. „Die Fans haben gut Stimmung gemacht, von uns waren auch 30 bis 40 Leute mit“, sagte der Mittelblocker.

Nicht vor Ort, aber live an der Bewegtbildübertragung dabei waren auch ein paar Volleys. Geillert haben Leipzigs Teammanager Manfred Wiesinger, der Matchwinner des Derby-Hinspiels Falk Köthen und Zuspieler Martin Burgartz. Und ja, es sind wieder sechs Punkte, die der GSVE auf den Rippen hat.

Zurück zur Partie: „Wir haben ein bisschen rumprobiert für das Derby nächste Woche und trotzdem drei Punkte geholt“, fasste Mittelblocker Karl zusammen. „Aber es war jetzt natürlich auch keine Glanzleistung“, schob er nach. Spielfluss kam nicht richtig auf, was aber nicht an den Kontrahenten lag. Beide Teams zeigten sich nach dem Match wenig begeistert von der Leistung der Schiedsrichter, weil diese eine konsequente Linie vermissen ließen. Ex-GSVE-Mann Stefan Timm, der in Zschopau die Bälle verteilt, kam aber dennoch zu folgendem Schluss: „Auch mit einem anderen Schiedsgericht hätten wir das Spiel nicht gewonnen.“

Frank Pietzonka testete auswärts drei Formationen und geißelte sich nach der Partie selbst. „Der dritte Satz geht auf meine Kappe. Damit habe ich sie aus dem Rhythmus gebracht. Oli hat Recht, eine funktionierende Mannschaft soll man nicht verändern“, sagte der Trainer. „Es lag nicht am Zuspielerwechsel“, nahm Pardini Glaser Björn Vanselow in Schutz. „Die komplette Mannschaft war da mental nicht da.“ Zwischenzeitlich war der Rückstand auf den VC deftig. Mit 3:11 lag der GSVE gleich am Anfang zurück, 19:25 ging der Satz flöten.

„Aber Delitzsch kann dann einfach eine Schippe drauflegen. Trotz hohem Aufschlagrisiko von uns haben sie die Bälle vorgebracht und uns vor Probleme gestellt“, meinte VC-Steller Timm. Genauso deutlich, wie sein Team Satz drei gewann, holte sich der GSVE die Durchgänge zwei und vier. Nur im ersten Satz lief die Partie bis zum 19:19 auf Augenhöhe, dann zogen die Recken davon. „Die Jungs haben sich mit dem Sieg für das gute Training belohnt. Deshalb fällt mir ein Stein vom Herzen“, resümierte Coach Pietzonka. An Trainingsbeteiligung sollte es diese Woche nicht mangeln.

GSVE: Pardini Glaser, Bauer, Karl, Maaß, Thielow, Lohrisch, T. Pietzonka, Winkler, Vanselow, Klemm.

Von Kirk Lazarus

Quelle lvz