Delitzsch festigt Tabellenplatz eins

unbeeindruckt

Unbeeindruckt. Weder die Schlappe aus der Vorwoche gegen den TSV Deggendorf, noch die eigenen anfänglichen Fehler im Angriff bringen die Mannen von Trainer Frank Pietzonka aus der Ruhe. Beim MTV München gewinnen die Delitzscher am Sonnabend 3:0 (25:21, 32:30, 25:20). Damit bleiben die Volleyballer des GSVE mit 14 Siegen aus 16 Spielen weiter Tabellenführer der 3. Liga – vor den L.E. Volleys aus Leipzig und dem VC Dresden.

Doch so klar, wie es das Endergebnis vermuten lässt, sah es über die 71 Spielminuten gar nicht aus: Besonders im ersten und zweiten Satz taten sich die Delitzscher schwer. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen“, sagt Frank Pietzonka, „haben aber zur Mitte des dritten Satzes endgültig die Kurve gekriegt.“

Zwar wehrten sich die abstiegsbedrohten Münchner erwartungsgemäß mit allen Kräften, doch als Hauptproblem erwiesen sich in der MTV-Halle im Sportpark zu viele leichtfertige Fehler im eigenen Angriff, resümierte der Coach.

Im weiteren Spielverlauf erhöhte Delitzsch dann den Druck, zwang die MTV-Volleyballer so vermehrt zu Patzern, was die eigene Sicherheit spürbar erhöhte. Am Ende stand ein glattes 3:0.

Weiter zu schaffen machte Pietzonka dagegen die Personalsituation: Auch nach München ging es nicht mit voller Kapelle: Paul Lohrisch war gar nicht erst dabei, Robert Karl hatte nur zweimal mit der Mannschaft trainiert und Benedikt Bauer laborierte an einer leichten Knieverletzung – biss aber auf die Zähne und spielte dennoch. „Das merkst du natürlich schon“, konstatiert Pietzonka. Dennoch sei kein Mannschaftselement dabei gewesen, das komplett ausfiel.

Mit in die Woche nimmt die Mannschaft, dass sie mit dem Druck umgehen kann. „Wir haben auch in der Vorwoche schon gut trainiert und müssen jetzt einfach dranbleiben“, sagt Pietzonka. Da spielt auch die L.E.-Kampfansage aus der zurückliegenden Woche keine Rolle. Die Leipziger verkündeten wieder in die 2. Bundesliga zu wollen – genau wie der GSVE. Und die L.E. Volleys bleiben dran, gewannen in Dachau 3:1.

„Wir haben noch genügend Polster“, sagt Pietzonka. „Wir dürfen jetzt nicht nach links und rechts, vorne und hinten schauen, sondern nur auf uns selbst.“ Dann werde die Mannschaft sehen, wo sie am Ende steht. Egal wer der Verfolger im Aufstiegsrennen ist.

Am kommenden Wochenende kommt mit dem TSV Friedberg der Tabellenfünfte zum zehnten und vorletztes Heimspiel der Saison in die Beckerhalle. Im Hinspiel gab es einen 3:0-Auswärtssieg.

Quelle: lvz

Von: MATHIAS SCHÖNKNECHT