Abhaken und Tee trinken

vergessen

Die Geheimniskrämerei ist vorbei! L.E. will auch wieder hoch. Zurück in die 2. Liga. Wie der GSVE. An den jetzt die Kampfansage rausging. Von Ur-Leipzigern wie Petros Kalas beispielsweise. Nun ja. Der Druck wird jetzt unmenschlich für die Delitzscher.

Ja, am schönen Lober im Norden Sachsens, da hält man es ein wenig anders. Seit Saisonbeginn schon. Das Ziel war schon vor dem ersten Spiel klar formuliert: Die Volleyballer vom Delc (Hügel) wollen ohne Wenn und Aber zurück ins Unterhaus der Volleyball-Bundesliga. Bravourös war die Reise bisher, nur eben vergangenen Sonnabend, da strauchelten die Recken ungewohnt. 0:3 in Deggendorf – in jedem Satz machten lediglich zwei Punkte den Unterschied. L.E. und Dresden verkürzten, hecheln aber noch immer hinterher.

Nun München. Morgen, 19.30 Uhr, MTV Sportpark steht auf dem GSVE-Zettel. Auf dem von L.E. übrigens Dachau. Den Bus hätten sie sich sogar teilen können bei der An- und Abreise.

Was nebenher so läuft, das hat im Team der Delitzscher keinen zu interessieren. Trainer Frank Pietzonka verbittet sich Rechenspiele. Aber auch das Lesen der Tabelle. „Ja, wir haben ein Verbot“, bestätigte Benedikt Bauer. „Wir sollen auch nicht auf die Gegner schauen, egal, ob der Zweiter oder Zwölfter ist“, sagt der Angreifer.

Gleichwohl sind sich die GSVE-Spieler bewusst, dass jeder Kontrahent sich aufbäumen wird, als ginge es um Leben und Tod. „Wir haben einen Anspruch, na klar haben wir da auch ein bissl Druck, aber wir spielen alle nicht die erste Saison Volleyball“, erklärt Bauer. „Ich bleibe dabei, sportlich wollen wir den Aufstieg so früh wie möglich klar machen, ohne am Ende nachdenken zu müssen, was die Anderen machen“, hakte Kapitän Felipe Pardini Glaser ein. Der Zuspieler hat übrigens sein erstes Staatsexamen in der Tasche, macht sich nun an den Jura-Master.

Ausgewertet hat das Team die Niederlage in Deggendorf auch. Nach einer Ansage vom Trainer haben die Jungs im Bus das Spiel knallhart analysiert. „Wir haben zwei, drei Schwächen gefunden, die wir eliminieren wollen“, sagte Bauer.

Und wie schaut es vor der Reise an der Personalfront aus? Die beiden Liberos Paul Geisler und Felix Winkler sind wieder an Bord. Wenn Robert Karl grünes Licht vom Doc bekommt, gibt es im Mittelblock wieder die volle Breitseite. Paul Lohrisch könnte dann auch wieder genesen sein. Selbst wenn der ein oder andere doch passen muss: „Wir haben genug Mann und wenn wir auf die Regionalliga-Spieler zurückgreifen müssen. Die Jungs können auch Volleyball spielen“, blieb Bauer gelassen.

Von Emil Timm

Quelle: Lvz