GSVE Delitzsch: Die Lust ist zurück

Alles neu macht der September. Morgen steigt das Schwergewicht GSVE Delitzsch das erste Mal in den Ring der 3. Liga. Aufs Feld führen wird den Volleyballstolz vom Lober Felipe Pardini-Glaser als neuer Kapitän. Die Mission Wiederaufstieg startet 20 Uhr in der Beckerhalle. Gleich mit einem echten Schmankerl, dem Duell gegen den VC Dresden.

Der VCD, der eigentlich längst zurück sein wollte in Liga zwei, hat mit Niklas Peisl einen neuen Trainer. Und der verneigt sich erst einmal vor den großen vier Buchstaben vom Lober. Natürlich sei der GSVE Favorit auf den Staffelsieg. Einen Satz, den es in dieser Spielzeit noch öfter zu hören geben wird. Verständlicherweise: Schließlich ist das auch der Anspruch der Gymnasialen. „Das Ziel ist schon realistisch“, sagt Capitano Pardini-Glaser, „aber wir dürfen keinen Gegner unterschätzen. Vor allem, weil mehrere Mannschaften wahrscheinlich dasselbe Ziel haben.“

Optimistisch stimmen dabei die Auftritte der Recken in der Vorbereitung.
2. Platz beim Ur-Krostitzer Cup. Gute Tests gegen Zweitligist Bitterfeld. Und nicht zu unterschätzen: „Alle sind gut gelaunt und fit“, sagt Benedikt Bauer, seines Zeichens Allesspalter am Netz des GSVE. „Die Lust auf den Wettkampf ist zurück“, fügt der Bulle von Tölz an.

Aber: Wo der GSVE genau steht, das weiß keiner. „Das ist eine neue Liga, wir kennen die Gegner nicht“, sagt Bauer. Um gleich hinterherzuschieben: „Vielleicht ist das ja auch gut, weil wir uns nicht sicher sein können, müssen wir
weiter Arbeit reinstecken.“

Um jetzt das Licht der Dresdner nicht zu verstecken, gibt es zum Abschluss noch folgende Fakten. Die Elblinge haben in einem Test gegen Bitterfeld, bekanntlich Zweitligist, 3:1 gewonnen. Ein Vorbereitungsturnier gegen Dritt- und Regionalligisten tags darauf gewannen sie. Das in Summe mit Peisls Favoritennennungen der Liga – neben Delitzsch, auch Leipzig und Deggendorf – ergibt Rang vier. 

 

von Emil Timm
Quelle: http://epaper.lvz.de/