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Keine Termine

Im Land des Lächelns: GSVE mit Platz zwei beim Heimturnier

Neu bei der ersten Mannschaft und gut drauf: Philipp Thielow (rechts) freut sich beim Krostitzer-Cup zusammen mit Felipe Pardini Glaser.	Foto: Alexander Prautzsch

 

Delitzsch. Das sah doch schon ganz manierlich aus: Der GSVE Delitzsch hat am Wochenende beim Ur-Krostitzer-Cup der Volleyball-Ästheten Rang zwei belegt. Den Sieg mussten die Schützlinge von Trainer Frank Pietzonka um Haaresbreite dem TV/DJK Hammelburg überlassen. Bei ausgeglichenem Punkt- und Satzverhältnis entschieden am Ende zehn kleine Punkte zu Gunsten der Gäste aus Franken. Trotzdem mussten sich die Hausherren in der Becker-Schachtel nicht grämen, schließlich traten sie als einziger Drittligist gegen ausschließlich höherklassige Konkurrenz an. Dabei zeigten sie Bitterfeld-Wolfen und Gotha die Rückhand.

Der Coach war durchaus zufrieden, machte deswegen jedoch keine verbalen Handstand-Überschläge. „Fehler passieren immer wieder. Aber so wie sich die Mannschaft gegeben hat, kann man nicht meckern, mit Ausnahme der zweiten Hälfte des Sonnabend-Nachmittagsspiels“, analysierte Häuptling Pietzonka. Am erwähnten Sonnabend-Nachmittag ging es gegen den späteren Turniersieger, der freilich einen glatten Fehlstart hingelegt hatte. Delitzsch dagegen präsentierte sich zum Auftakt gegen Bitterfeld-Wolfen prächtig. Das gelang gegen Hammelburg dann nur noch in Ansätzen beziehungsweise ging dem GSVE hinten raus der Dampf aus.

Immerhin fing sich die Mannschaft am zweiten Turniertag wieder und hätte mit einem Drei- oder Viersatzerfolg gegen Gotha sogar Platz eins eintüten können. Am Ende wurde es ein Satz mehr und damit Rang zwei, was Pietzonka freilich ziemlich Banane war. „Das ist in der Vorbereitung unwichtig. Es geht darum, dass alle Spielanteile bekommen und sich präsentieren, damit ich sehe, wer mit wem harmoniert. Da bringt man die Mannschaft mit vielen Wechseln schon mal aus dem Rhythmus.“ Nach den beabsichtigten Rhythmuswechseln wird nun auf der Zielgeraden vorm Saisonstart am 15. September im Training an den Details geschrubbt. Taktik sowie einige Feinheiten im individuellen Bereich und in Sachen Athletik stehen auf dem Programm. Weitere Tests sind bisher nicht geplant.

Achja, dass die Seinen es beim Heimturnier durchweg mit höherklassiger Konkurrenz aufnahmen und dabei mehr als eine gute Figur abgaben, nahm der Trainer einigermaßen selbstverständlich hin: „Wenn du aufsteigen willst, bringt es nichts, wenn du gegen Dritt- oder Viertligisten spielst.“ Spätestens nach dem Auftaktspiel gegen Dresden werden sie am Lober sehen, wie steinig der Weg zurück in die zweite Liga wird.

Ergebnisse: GSVE – Bitterfeld-Wolfen 3:1, Gotha – Hammelburg 3:1, Hammelburg – GSVE 3:1, Bitterfeld-Wolfen – Gotha 3:0, Hammelburg – Bitterfeld-Wolfen 3:2, GSVE – Gotha 3:2.

Es geht darum, dass alle Spielanteile bekommen und sich präsentieren.

Frank Pietzonka,
Trainer GSVE Delitzsch

So wie sich die Mannschaft gegeben hat, kann man nicht meckern.

Frank Pietzonka,
Trainer GSVE Delitzsch

 

VON JOHANNES DAVID

Quelle: http://epaper.lvz.de/

 

Noch ein Neuer: Julius Fritsche steigt am Netz hoch und findet die Lücke zwischen den Gegenspielern.	Foto: Alexander Prautzsch

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