Stabil aufspielen

Nach dem Trainingslager ist vor dem Turnier: Für Philipp Thilow und seine Truppe wird es langsam wieder ernst. Foto: Alexander Prautzsch

GSVE-Allrounder Benedikt Bauer macht keinen Hehl draus: „Natürlich wäre es schön, wenn mehr Mannschaften dabei wären.“ Thema ist der Ur-Krostitzer-Cup, der nunmehr heute und morgen in die zehnte Runde geht. Es ist das Vorbereitungsturnier der Delitzscher Volleyballer auf die neue Saison. Mit dabei die Zweitligisten VC Bitterfeld-Wolfen (Nord) sowie Aufsteiger VC Gotha (Süd) und DJK Hammelburg (Süd). Mit den Gymnasialen ergibt das ein Quartett. Dabei liegt es nicht einmal nur daran, dass die Delitzscher eine Liga tiefer, in die Dritte, gerutscht sind. Es gibt mittlerweile auch genügend Konkurrenzveranstaltungen. Im Norden beim SV Warnemünde steigt ein Leistungsvergleich, im Land der Franken, Schwaig, fliegen auch die Bälle übers Netz.

Genug gejammert: Ausgiebig gespielt wird Sonnabend und Sonntag in der Beckerhalle trotzdem. Allen voran, weil drei Gewinnsätze Pflicht sind. Ab 10 Uhr fliegt der Ball durch den Karton. 19 Uhr ist in etwa am Sonnabend Ritze, Sonntag am frühen Nachmittag. Das Turnier läutet der Hausherr ein – mit dem Derby gegen den Cup-Verteidiger VC Bitterfeld-Wolfen. 15 Uhr müssen die Recken gegen Hammelburg ran. Sonntag dann 12.30 Uhr gegen Gotha. Bekanntermaßen ist der Eintritt zum Spektakel frei. Vor der Halle dampft die Gulaschkanone und Getränke sind auch zu haben.

Interessant ist der Vergleich der Teams allemal – als Standortbestimmung in der Vorbereitung. Quasi eine Erdung. Und: Haben die Delitzscher noch das Niveau für die 2. Liga? Ergo eine Chance, um den Aufstieg mitzuspielen?

Bange ist da Trainer Frank Pietzonka nicht. „Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut“, sagt er und meint damit Qualität und Quantität. Ergo das Umsetzen der Ansagen sowie die Anzahl der Teilnehmer. Einzig Paul Lohrisch hing diese Woche durch. Der Angreifer muss sich vergangenen Sonnabend in der Nacht einen fiesen Virus reingezogen haben.

Lässt der Coach seinen ersten Sechser heute erstmals auf die Platte? „Es gibt keine erste oder zweite Garde“, räumt er aus der Welt. „Wir haben kaum Unterschiede im Zuspiel, auf der Mitte nehmen sich die Jungs so gut wie gar nichts, außen sind die Jungs auch gleichauf“, begründet Pietzonka.

Kann der GSVE den Pott wieder holen? Einfach wird es jedenfalls nicht. Mehr als das Stemmen des Pottes interessiert den Trainer aber etwas anderes: „Ich möchte das Gefühl haben, dass sie gewinnen wollen, sie schrubben sehen und dass sie sich nicht an Fehlern aufreiben und keine Folgefehler in Serie machen. Sie sollen den Misserfolg abhaken und aufmerksam nach vorn arbeiten.“

Von VON ALEXANDER BLEY

Quelle: http://epaper.lvz.de