Der GSVE kann es!

Feines Fellbacher Geschenk für die Geburtstagskinder Frank Pietzonka und Felix Winkler

 Es lebe der Jalowietzki-Fluch! Hoch! Hoch! Hoch! Gegen die Ex geht dem frischgebackenen 22-jährigen Jan die Muffe. Der Komplex – verstärkt durch die Omnipräsenz seines Vaters Bogdan – hält. So gewinnt der GSVE am Sonnabend im Ländle beim SV Fellbach 3:1 (25:22, 23:25, 25:19, 25:21). So lautet im Übrigen auch die Bilanz der Delitzscher gegen Jalos „rotes Rudel“.

Drei ganz wichtige Punkte sind das für die Zweitligavolleyballer vom Lober. „Wenn einer einen Strohhalm findet, muss daran gezogen werden“, umschreibt Trainer Frank Pietzonka, der nicht viel Gewese um seinen 54. Geburtstag machen wollte. „Dieses Niveau müssen wir immer erreichen“, sagt er. „Du kannst in dieser Situation nur auf dich selbst schauen.“

Warum wohl: Schließlich gewann auch das Team, was auf dem rettenden Ufer steht – TSV Unterhaching, der GSVE steckt bekanntlich im Treibsand zur
3. Liga. Die Bayern schlugen in Eltmann zu – gewannen 3:1 (25:23, 21:25, 25:21, 25:22). So bleibt der Abstand zwischen DZ und M vier Punkte groß. Auch auf Karlsruhe haben die Delitzscher keinen Boden gut gemacht. Der SSC gewann gestern beim Tabellenführer Schwaig gar 3:0.

Zurück zum Fellbach-Fest. In den Reigen der Geburtstagskinder reihte sich nach Jalowietzki und Pietzonka Felix Winkler ein. Der (Fußball-)Libero, der wegen seiner Wackel-Knie zum Volleyball wechselte, feierte mit dem GSVE-Team im Bus in den 28. Lenz hinein.
Hoffentlich wird das ein guter und leichterer als der vergangene für den Guten aus Bad Düben.

Zum Spiel: Der Turm aus Dresden, Lukas Maase, rückt seine
2,12 Meter in die Startaufstellung. „Bauchgefühl“, begründet Coach Pietzonka seine Entscheidung. Eine, die Folgen hat: „Die Mitte war super drauf“, lobt der GSVE-Trainer, „aber auch die Annahme und die Außenangreifer.“

Und mal ehrlich, wer hätte das schon gedacht. Denn Wechseloptionen im Außenangriff waren Mangelware. Jens Ellmrich coacht zur gleichen Sendezeit Frauenbundesligist Suhl zum Derby-Sieg gegen Erfurt und damit wohl auch zum Klassenerhalt.

Ilja Büschel liegt derweil im Bett und kuriert sich aus. Mit Wieland Oswald hat der Coach einen Deal. Der besagt eigentlich, dass sich Oswald und Ellmrich nach Möglichkeit abwechseln
sollen. Nun ja, dieses Mal hat es ohne geklappt – im Endspurt der Liga sollte das aber nicht mehr vorkommen.

Die eingeschworene GSVE-Zehnerbande sucht sich und findet eine Schwachstelle im Fellbacher Erdbeerfeld. Richtig. Jan Jalowietzki. Der wird eingedeckt, muss im zweiten Durchgang mal raus. Beach-Ass Manuel Harms kommt, aber auch nicht so wirklich zum Zug.

Es wird deutlich nach den Durchgängen eins (25:22) und zwei (23:25). 25:19 und 25:21 gewinnen die Delitzscher Satz drei und vier, damit die Partie. „Sie waren heiß. Das haben wir auch verlangt“, sagt Pietzonka.

Übrigens: Die Gymnasialen haben natürlich keinen Karton gefüllt mit Allerlei an Jalowietzki geschickt. Auch nicht den ominösen Bierkasten in der gegnerischen Kabine geparkt. Das bestätigte auch Jalo Junior: „Bei mir ist nix angekommen“, sagt er. Und dennoch hat der Gute einen Kater. es scheint, als ob alle Seiten an diesem Wochenende glücklich sind.

Quelle: LVZ - Regionalteil Delitzsch, 19.02.2018