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GSVE-Putzkolonne soll den Boden der Beckerhalle wienern

Gegen Eltmann fordert der GSVE-Trainer am Sonnabend Einsatz bis zum Umfallen

 

 Soll die Ansage von GSVE-Coach Frank Pietzonka Realität werden, müssen sich die Volleyballfans vom Lober morgen viel Zeit nehmen. Zwei Stunden sollten es mindestens sein, die in der kuscheligen Beckerhalle ab 20 Uhr einzuplanen wären. Denn gegen den Vor-
jahresmeister Eltmann möchte der Trainer des Delitzscher Zweitligisten eine ähnliche Einstellung sehen wie gegen Freiburg, Frankfurt und Rüsselsheim. Die beiden letztgenannten Gegner wurden in fünf Sätzen niedergerungen. Nix für schwache Nerven war das.

Pietzonka präzisiert, was er im Abstiegskampf erwartet: „Wir müssen akzeptieren, wenn sie uns einen Ball vor die Füße knallen, aber dort, wo wir dran sein können, müssen wir auch dran sein.“ Sprich, das Linoleum bekommt eine menschliche Schrubbereinheit gratis verpasst. Das dürfte auch Delitzschs Bürgermeister Manfred Wilde gefallen. Schließlich muss für die GSVE-Putzkolonne nicht das Schatullchen der Stadt geöffnet werden.

Ergo sind Einsatz, Einsatz und nochmals Einsatz gefordert. „Auch wenn wir vier Bälle nicht kriegen, dafür aber den fünften und sechsten Ball“, bebildert der Trainer seinen Ansatz.

Entsprechend wurde in der Woche geknufft, dabei die 0:3-Niederlage in Schwaig beim Tabellenzweiten abgehakt. Auf die Annahme legte der 54-Jährige in den Trainingseinheiten besonders viel Wert. Auch im Angriff und im Block ging es ans Werk. Das Ganze noch versehen mit einer Prise Wettkampfhärte: gestern Abend schneite der Tabellenelfte beim VC Bitterfeld-Wolfen vorbei. „Ich möchte im Training genau die gleiche Einstellung wie im Spiel sehen, dass sie sich auf dem Feld aus-
kotzen“, beschreibt Coach Pietzonka.

Die Auswahl der Einheiten kommt nicht von ungefähr: „Am Sonnabend wird es auf die Annahme ankommen und auf die Außenangreifer“, prognostiziert der Trainer. Wobei er mit Sicherheit noch bruchstückhaft vor Augen hat, was im Hinspiel bei den Franken geschah. Das Ergebnis nach Sätzen glasklar: 0:3. Dabei hatten die Delitzscher zweimal die Chance, das Match in eine andere Richtung zu biegen. 25:27 und 23:25 gingen Durchgang eins und zwei aus, Satz drei war mit 12:25 Punkten dann deutlich.

„Bei Eltmann gilt es die Einzelkönner zu entschärfen“, erklärt Pietzonka. Das sei ein bisschen so wie einst am Lober. Als noch Sebastian Reichstein, Jens Andrä und Sebastian Kynast in vollem Saft standen. „Wenn die linke Hand weiß, was die rechte macht, hast du es als Trainer einfacher, bei Kleinigkeiten gegenzusteuern“, beschreibt er das über die Jahre gewachsene Team des Gegners.

Und eines wird morgen im Karton wirklich wichtig. Wenn sich die Jungs ins Spiel gebissen haben, sollten sie außerdem in der Lage sein, taktisch variabel zu agieren. „Wenn sich alle daran halten und uns Trainern vertrauen, sind wir nicht ausrechenbar“, ist sich Pietzonka sicher.

Dort, wo wir
dran sein können, müssen wir auch dran sein.

Frank Pietzonka , 
GSVE-Trainer

Quelle: LVZ-Regionalteil Delitzsch, 09.02.2018