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Keine Termine

Nur Mut zum Risiko

GSVE soll Schwaig ins Grübeln bringen

Erst mal die Füße hochlegen – das wäre eine Interpretationsmöglichkeit dafür, dass GSVE-Trainer Frank
Pietzonka seinen Recken einen freien Trainingstag spendierte. Schließlich haben die Zweitligavolleyballer vom Lober ihr Januarprogramm der Mission Klassenerhalt ganz gut gestemmt. Fünf Spiele, drei Siege. Und die zwei Nieder-lagen waren knapp.

„Nein“, sagt der Coach der Delitzscher vor dem Gastspiel im Land der Franken am Sonnabend am Rande Nürnbergs, „nicht, weil wir gewonnen haben, sondern weil die lädierten Knochen eine
Pause brauchten“. Regeneration stand am Dienstag auf dem Plan. Mittwoch dann das Spiel zwei gegen zwei auf engstem Raum. „Das ist die intensivste Möglichkeit, viel am Ball zu machen und Lücken zu finden, wo keine sind“, erklärt Pietzonka. Oder war die Übungsform aus der Not geboren, weil die Trainingsbeteiligung mau war? Auch das kann der GSVE-Trainer verneinen. Zehn Mann tobten am Netz. Krankheitsbedingt passen mussten Paul Lohrisch und Wieland Oswald. Morgen steht als nächste Gleichung auf dem Plan der Recken: Schwaig (19.30 Uhr, Hans-Simon-Halle). F oder Häkchen? Zudem das Schielen auf die Konkurrenz, die in Reichweite ist oder kommen könnte – Karlsruhe, Unterhaching, Mainz.

„Die Jungs sollen den Teufel tun, nach rechts oder links zu gucken. Nach dem Spiel können sie auf die Tabelle schauen. Mit solchen Spielchen brauchen wir gar nicht erst anfangen. Das wäre ein
Fehler“, posaunt Pietzonka hinaus. Auch, dass nicht zum Tabellenzweiten gefahren wird, um mal zu schauen, was da so passiert. Tendenz: „In der Liga kann jeder geschlagen werden“, sagt der 54-Jährige. Deshalb ist gerade in solchen Spielen mehr Risiko gefragt. Zumindest mehr, als im Heimspiel, dass die Delitzscher glatt in drei Sätzen in der Beckerschachtel abschenkten. Danach begann sie, die Misere der

Männer vom Lober in der Südstaffel der 2. Bundesliga. „Es geht darum, selbst Druck zu machen, dann kommt auch Schwaig ins Grübeln. So wie wir ins Grübeln kamen. Das singe ich seit drei Monaten“, bemüht der Coach die Tonleiter. Und, um positiv zu enden: „Die Jungs haben am Wochenende gezeigt, dass sie sich nicht aufgeben, auch wenn sie hinten liegen.“ Pünkchen um Pünktchen versucht sich der GSVE aus dem Schlamassel zu robben. In Schwaig sollte die Moorwanderung nicht versacken. Punkten, Delitzsch, punkten!

Quelle: LVZ - Regionalteil Delitzsch, 02.02.2018