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GSVE gerät nach 0:3-Pleite unter Druck

Delitzscher Volleyballer verlieren gegen Fellbach

Samstagabend, so gegen halb zehn, dürften einige rechtschaffene Bürger von unterbewusstem Lärm aus ihrer Wochenend-Meditation gerissen worden sein. Und zwar nicht von einer imaginären Feuerwehr-Sirene. Nein, in der Artur-Becker-Schachtel läuteten die Alarmglocken. Gerade hatte der GSVE Delitzsch eine 0:3 (19:25, 23:25, 28:30)-Pleite gegen den SV Fellbach bezogen und nähert sich damit so langsam kreuzgefährlichen Regionen der Tabelle der 2. Volleyball-Bundesliga Süd.

Die schleichende Krise wurzelt in einem ausgewachsenen Heimkomplex. Ausgerechnet die einst uneinnehmbare Feste in der Oststraße wird von den Gästen in dieser Saison regelmäßig geplündert. Drei Heimspiele, null GSVE-Punkte.

Der noch immer gesperrte Trainer Frank Pietzonka musste tatenlos zusehen, wie auch unter seinem Assistenten Hans Jürgen Maune der Becker-Fluch nicht besiegt werden konnte. „Wir machen zu viele individuelle Fehler und es fehlt die Geschlossenheit. Außerdem fehlt bei einigen der letzte Biss. Das ganz große Aufbäumen habe ich nicht gesehen“, befand Maune. Klingt nach einer Bankrotterklärung. Ganz so deftig wollte das der Co allerdings nicht verstanden wissen: „Wir sind nicht weit weg, aber es fehlt eben ein Stückchen.“ Dummerweise das entscheidende Stückchen.

Bereits vor der Partie waberten schlechte Vorzeichen durch die dicke Luft der Becker-Halle. Ohne Diagonal-Waffe Jens Ellmrich und Zuspieler Felipe Pardini Glaser stand es ums Personal der Delitzscher nicht gerade zum besten. Und dann fiel wegen technischer Unzulänglichkeiten auch noch die übliche Spielervorstellung flach. Manchmal geht im Leben eben einfach alles schief. Dazu passte der Auftakt in die Partie. Der GSVE im Halbschlaf, Fellbach hellwach. Den frühen 2:7-Rückstand schüttelten Maunes Mannen immerhin aus den Gliedern, kämpften sich auf 12:13 heran. Dann war Pumpe. Die Gäste zogen nach einer Auszeit locker zum Satzgewinn.

Der Start in den zweiten Durchgang verlief mindestens genauso durchwachsen. Beim Stand von 4:8 brachte Maune den erfahrenen René Berlet für Björn Vanselow. Auch wenn es letztlich nicht unbedingt an den Zuspielern lag, wird einer schmerzlich vermisst. „Felipe fehlt uns sehr. Das merkst du erst, wenn er nicht da ist“, sagte Maune. „René hat noch Nachholbedarf. Zweite Bundesliga macht man nicht aus der Kalten.“

Erst, als schon alles verloren schien, die Klapptafel 13:21 zeigte, erhoben sich die Delitzscher Adler aus den Trümmern ihres Horstes und kamen wieder heran. „In der Situation kann das Spiel kippen. Aber wir haben es verpasst, das Ding zu drehen“, sagte Kapitän Maik Winkler. Weil eben ein „Stückchen“ fehlte, um die Sache auszugleichen. So schleppten die Hausherren einen Zweisatz-Rucksack in den dritten Abschnitt. Jetzt schien die Mannschaft immerhin in der Partie angekommen zu sein, hatte mehrfach die Chance, sich den Satz zu ergaunern. In der Schlussphase klebte jedoch das Pech der Glücklosen an den Händen und die Fellbacher zogen jubelnd von dannen.

Schlusswort Maune: „Wir dürfen nicht leichtfertig mit der Situation umgehen. Wir sind ganz schnell in der Tabelle dort, wo wir Angst haben müssen und müssen jetzt die Arschbacken zusammenkneifen.“

 

Quelle: LVZ - Regionalteil Delitzsch, 06.11.2017