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Wohin geht die Reise für den GSVE Delitzsch?

Zweitliga-Volleyballer empfangen morgen Fellbach zu einem richtungsweisenden Duell

 

0:3 gegen Schwaig, 0:3 in Eltmann. Vor der Heim-Trilogie mit drei Partien in der Becker-Schachtel am Stück durchwaten die Zweitliga-Volleyballer des GSVE Delitzsch ein ergebnistechnisches Tal. Morgen (20 Uhr) klopft nun der SV Fellbach an die Pforte zur Sporthalle mit speziellem Charme, für den das Wort „Ostalgie“ erfunden wurde. Die Hausherren müssen zum zweiten und letzten Mal ohne den gesperrten Trainer Frank Pietzonka ihren Weg finden.

Nun wäre es sicher falsch, den Delitzschern nach drei Erfolgen aus sechs Spielen eine Krise anzudichten, dafür war die Gegnerschaft zuletzt einfach zu stark. Und immerhin stand vor den beiden jüngsten Niederlagen der Erfolg bei Spitzenreiter Rüsselsheim II. Die Fellbach-Begegnung dürfte nun Aufschluss geben, was die sanften Wogen des Lobers in den kommenden Wochen bereithalten. Klassenkampf oder doch eher geruhsames Dahingleiten in das Tabellen-Mittelfeld?

„Es wird Zeit, dass wir den Spieß mal wieder rumdrehen und das, was wir können, auf die Platte bringen“, sagt GSVE-Kapitän Maik Winkler. Ob er denn Druck verspüre? „Eher nicht, den hat vielleicht Fellbach, die hängen noch tiefer drin als wir.“ In der Tat. Der Zweitliga-Meister von 2015 und 2016 kommt nicht aus den Puschen, lümmelt nach zwei Siegen aus fünf Partien im Keller und würde den GSVE genau dorthin reißen – mit einem Erfolg. Denn eigentlich träumen die Gäste von höheren Ehren, wollen sich auf lange Sicht in Liga eins etablieren.

Für Fellbach schmettert übrigens auch ein gewisser Jan Jalowietzki. Der Außenangreifer verdiente sich 2015/16 einige Sporen in Delitzsch, ehe es ihn wieder gen Süden zog. Jalowietzki stammt aus Friedrichshafen und ist Sohn von Ex-Nationalspieler Bogdan Jalowietzki.

Apropos Nationalspieler. Einer, der für gewöhnlich den Ball eher flach hält, stammt aus einem Fellbacher Ortsteil: Fußball-Weltmeister Sami Khedira. Vom kurzen Rasen-Exkurs schnell zurück aufs Linoleum, wo SVF-Coach Thiago Welter über eine ganz besondere Waffe verfügt. Patrick Köder misst sagenhafte 1,98 m – als Zuspieler. Das verleiht den Rand-Stuttgartern zumindest auf dieser Position einige Größenvorteile. Aber nicht nur das: GSVE-Stammsteller Felipe Glaser fällt wegen seiner Handverletzung noch mindestens bis Ende November aus. Zuletzt sprang Björn Vanselow ein, führte sehr ordentlich Regie und dürfte wieder erste Wahl sein. Ansonsten hält René Berlet seine Zauberhändchen warm.

Und was spielt der andere prominente Delitzscher Ausfall für eine Rolle? „Klar, ist das ungewöhnlich, wenn da einer, der seit zehn Jahren an der Seitenlinie steht, plötzlich nicht da ist. Aber wir haben gezeigt, dass wir das übergangsweise als Mannschaft ganz gut hinkriegen können“, sagt Maik Winkler mit Blick auf die Zwangspause des Trainers. Pietzonka sitzt planmäßig bei Teil zwei der Heimspiel-Trilogie am 11. November gegen Friedrichshafen wieder auf der Bank.

 

Quelle: LVZ -Regionalteil Delitzsch, 3.11.2017