Nächsten Spiele

Sa Okt 21 @19:00 -
Auswärtsspiel 2. Herren
Sa Okt 21 @19:30 - 09:30PM
Bundesliga Auswärtsspiel
So Okt 22 @09:30 - 03:00PM
U18 m Spieltag
Sa Okt 28 @19:00 -
Heimspiel 2. Herren
Sa Nov 04 @19:30 -
Auswärtsspiel 2. Herren
Sa Nov 04 @20:00 - 10:00PM
Bundesliga Heimspiel

Großes Comeback und Feuertaufe

Maik Winkler greift beim GSVE wieder zu, Präsident Jörg Holzweißig wird zum Erfolgscoach 

Hartes Match am Sonnabend, noch härteres tags darauf. Zweitligist GSVE Delitzsch geht in Frankfurt beim 3:2 (20:25, 25:22, 25:22, 19:25, 15:7) gegen das Volleyball-Internat über die volle Distanz und punktet in Rüsselsheim mit einem 3:1-Sieg (20:25, 25:23, 25:22, 27:25).

Unverhofft kommt oft. Schönhatte sich GSVE-Trainer Frank Pietzonka eine Taktik für die Spiele gegen Frankfurt und Rüsselsheim zurecht gelegt. Und die ward gleich zu Nichte gemacht. Schließlich mussten die Recken am Sonnabend im Spiel gegen die deutsche Nachwuchsriege über fünf ellenlange Sätze ran. „Die Jungs waren kein Vogelfutter und wir waren auch nicht schlecht“, fasste Robert Karl den 3:2-Sieg zusammen. „Auch wenn ein 3:2 gegen eine Jugendmannschaft immer nicht so gut aussieht“, legte der Mittelblocker nach.

Das Team von Matus Kalny spielte frisch und frei von der Leber weg. Nach dem Motto: Haste was, kannste was. Transformiert in den Volleyball-Jargon gab es im Aufschlag und Angriff Feuer. Das brachte die Delitzscher wieder phasenweise ins Hintertreffen. So war der erste Satz beim 12:19 schon in den Binsen. Umso besser, dass sich die Gymnasialen in den Durchgängen zwei und drei berappelten. Quasi die Zügel enger nahmen und mal kurz antrabten. Die 25:22-Erfolge sollten eigentlich Sicherheit bringen. „Wir haben das souverän gedreht“, beobachtete Maik Winkler. Der Kapitän gab in Frankfurt sein Comeback. Nach der langen Beach-Saison gönnte er seinem Körper eine Auszeit. Dementsprechend kam der 31-Jährige vorerst nur zu Kurzeinsätzen, vornehmlich als Blockverstärkung.

Im vierten Abschnitt dann wieder die alte Leier: Mit zwei Serien gerieten die Delitzscher wieder ins Hintertreffen. „Es sah aber nie so aus, dass es nicht möglich gewesen wäre, den Rückstand aufzuholen“, beschrieb Winker, der am Sonntag gemeinsam mit GSVE-Präsident Jörg Holzweißig das Team anleitete, weil sich Coach Pietzonka in den Urlaub verabschiedete und sein Spannemann Hans Jürgen Maune krankheitsbedingt ausfiel. Dessen waren sich die Recken schon im Vorfeld bewusst. Weshalb sie nichts anbrennen ließen.

Sportlich: Im Tie-Break ließ sich der GSVE nicht lange bitten. Von 4:3 auf 10:4 zogen die Riesen auf und davon. Mit 15:7-Punkten wurde der Auswärtssieg endgültig eingetütet. Diszipliniert gaben sich die Delitzscher auch in ihrer Abendgestaltung. Nach dem Match wurde in großer Runde Wizard gezockt. So etwas wie Skat. Dann ging es nach einem klitzekleinen Schlummertrunk ins Bett und zeitig wieder raus. „Wir haben uns benommen“, sagte Karl.

Das Team war sogar vor dem Gastgeber an der Halle, ausgestattet mit einem Matchplan, den Pietzonka seinen Führungsspielern vorher im Speziellen erklärt hatte. Dabei ging es um Taktik, Aufstellung und Wechsel. Und im Umkehrschluss sogar um eine Feuertaufe: Denn Jörg Holzweißig war zwar öfters auswärts dabei, leitete aber noch nie an. „Wir haben die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt“, nahm Mittelblocker Karl Holzweißig etwas Druck von den Schultern. Schließlich war Rüsselsheim keine leichte Aufgabe, aber eine erfolgreiche.

GSVE Delitzsch: Pardini-Glaser, Lohrisch, Karl, Büschel, Bauer, Maase, M. Winkler,
F. Winkler, Vanselow, Erdmann, T. Pietzonka, Geisler, Ellmrich.

 

Quelle: LVZ - Regionalteil Delitzsch, 02.10.2017