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Pro forma Kater-Verbot von ganz oben

 GSVE-Trainer Pietzonka ermahnt seine Spieler

Es gab da in der vergangenen Saison so einen Aussetzer. In der Ferne geschah der, weshalb er beim GSVE fein im Stillen köcheln konnte. Das Ganze geschah in Friedrichshafen, an einem Doppelspielwochenende. Da ging es einigen beim zweiten Match gar nicht so gut. Kater nennt sich das nonchalant.

Bis heute wurmt das den Trainer der Delitzscher Zweitligavolleyballer, Frank Pietzonka. In seinem Gedächtnis wieder präsent ist das, weil die neue Spielzeit am dritten Spieltag gleich in die Vollen geht. Morgen (17 Uhr) müssen die Recken vom Lober in Frankfurt ran, tags darauf (16 Uhr) in Rüsselsheim. Doppeltes Pensum also. „Sonnabend sollte sich am Abend jeder im Griff haben, ich möchte am nächsten Tag keine glasigen Augen auf dem Feld sehen“, sprach der 54-Jährige Klartext. „Ich habe ihnen verboten, über die Stränge zu schlagen“, betont Pietzonka nochmals. Mutiert der Coach etwa zum Spielverderber?

Mitnichten. Schließlich lässt er seinen Spielern viele Freiheiten. Auf den Tisch haut der einstige Weltklassespieler nur, wenn wirklich einer seine Gutmütigkeit ausnutzt. Deshalb dieses Mal gleich pro forma vorab.

Die Aufstellungen hat Pietzonka auch schon im Kopf. „Die Frage ist nur, ob mir die Mannschaft die Möglichkeit gibt“, sagt der GSVE-Trainer. Was nicht gleich als der nächste Fingerzeig verstanden werden soll. Läuft es gegen die große Unbekannte – das Volleyball-Internat Frankfurt – nach Plan, wird rotiert. Genügend Spieler sind schließlich da. Mit an Bord ist auch der Captain, Maik Winkler springt nach seiner Beach-Regenerationspause auf den Zug auf.

Angepeilt werden auf dem Trip beim ersten Stopp in der Nachwuchsschmiede des deutschen Handballs auf jeden Fall drei Punkte. Und die wiederum sollen nicht mit Hängen und Würgen erkämpft werden. Je klarer die Delitzscher dieses Match gestalten, desto mehr Körner können die Leistungsträger für den harten Fight in Rüsselsheim sparen.

„Eine spielstarke und athletische Mannschaft“, beschreibt Pietzonka das Team von Luis Ferradas. „Dort haben wir nur eine Chance, wenn wir als Mannschaft auftreten, athletisch auf dem Level sind und die Einstellung stimmt“, fordert der GSVE-Trainer von den Seinen. Begründet ist das wie folgt: Gegen die starken Schwaiger hat Rüsselsheim souverän 3:1 gewonnen, gegen den amtierenden Meister Eltmann knapp in fünf Sätzen verloren.

 

Quelle: LVZ - Regionalteil Delitzsch, 29.09.2017