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Pietzonka angelt sich Riesentalent und Jan Günther vor Comeback

Da muss sich Robert Karl (l.) auf Delitzscher Seite in seiner Dresdner Heimat ganz schön hochwuchten. Schließlich misst sein Kontrahent Lukas Maase ganze 2,08 Meter. In der kommenden Saison stehen beide auf der gleichen Seite, beim GSVE.

Liebe Erstligisten, liebe Zweitligisten und vor allem liebe Dresdner. Ihr müsst jetzt alle ganz stark sein. Zumindest, wenn ihr Volleyball mögt. Lukas Maase, jawohl der Funkturm von der Elbe, zarte 18 Lenze, wechselt zum GSVE. Nach Delitzsch. Nicht nach Leipzig. Nicht nach Herrsching (Bundesliga-Sechster). Nicht zu den United Volleys (Bundesliga-Dritter). Jawohl, an den Lober.

Wahrscheinlich beißt Sven Dörendahl (43) gerade ins Kissen. Der Ex-Zuspieler, der mittlerweile die Fäden beim VC Dresden im Hintergrund als Sportdirektor zieht, schwante schon Übles, als Ende April feststand, dass der VC wieder in die 3. Liga muss. „Wollen wir Talente wie Lukas Maase auf längere Sicht bei uns halten, brauchen wir mehr Geld“, sagte Dörendahl damals. Und genau das blieb aus.

Schnöder Mammon war nicht ausschlaggebend für den Wechsel des 18-Jährigen. „Ich will weiter 2. Bundesliga spielen“, begründete er den Wechsel vom VC zum GSVE. Und das, während er weiterhin auf das Sportgymnasium an der Elbe geht. Im 13. Jahr bereitet sich der 2,08 Meter große Mittelblocker auf das Abitur vor. Leistungskurse neben Sport sind Mathe und Physik. „Die Fahrten nach Delitzsch sind kein Problem, ich bin da abgehärtet“, meinte er. Zu dem allmorgendlichen Training in der Sportschule gesellen sich drei bis vier Unterrichtseinheiten. „Ich fahre nachmittags nach Delitzsch und abends wieder zurück“, erklärte Maase. Vereinbart sind zwei Einheiten pro Woche.

Aber wie kam der Wechsel von der Landeshauptstadt in die der Türmerstochter überhaupt zustande? Zufällig bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren in Minden. Die U47-Serie gewann dort das Team des USV Halle um Frank „Air“ Pietzonka. Der Stiefvater von Maase war ebenfalls vor Ort. Die Herren kamen ins Gespräch, machten ein Treffen in Delitzsch mit dem Riesenbaby aus. Und besprachen dort alles weitere. Seit vergangener Woche Freitag steht die Entscheidung. Maase ist um ein Trikot in seinem Schrank reicher. „Für mich kam kein anderer Wechsel infrage. Ich wollte die Schule nicht wechseln und erst recht nicht diese abbrechen“, begründete der deutsche Ex-Juniorenauswahlspieler .

Die Angebote aus der Bundesliga und der 2. Liga flatterten schon während der vergangenen Saison ein. „Die haben alle über Sven Dörendahl beim Verein angeklopft“, erinnerte er sich. Vom Tisch sind die Absichten, mal in der Bundesliga zu spielen, nicht.

Warum war Spitz Pietzonka so spitz auf den talentierten Mittelblocker? Um den besten Block der Liga zu stellen. Mit dem gebürtigen Dresdner Robert Karl wird es zukünftig ganz dunkel in der Beckerhalle. „Ich kenne Robert noch aus Dresden von den Spielen, als er noch mit seinem Punk auf dem Feld stand“, sagte Maase. Und nicht nur die Schrankwand, sondern auch deren Schöpfer. Mama Romy Karl trainierte den kleinen Lukas damals.

Scheinbar übt der GSVE auf Mittelblocker eine besondere Anziehungskraft aus. Denn kein geringerer als der L.E.-Leitwolf von anno dazumal – Jan „Paule“ Günther denkt an ein Comeback. In Delitzsch. „Ich glaube die brauchen einen richtigen Leitwolf“, brachte sich der 40-Jährige offensiv in Stellung. Der Universalspieler ist noch richtig gut in Form, kann Bäume ausreißen und lässt am Tag das Who-is-who der regionalen Leistungssportler im Rehazentrum des Elisabeth-Krankenhauses in Leipzig schwitzen. Auf Arbeit wird gejoggt. Der Mann ist ein einziger Muskel.