Mit oder ohne René Berlet?

GSVE Delitzsch muss nach Freiburg und Friedrichshafen

 

Die alles entscheidende Untersuchung ist heute. GSVE-(Volley-)Ballverteiler René Berlet muss in die Röhre - der maladen Hand wegen. Seit Wochen plagen den Delitzscher Zuspieler Schmerzen in der linken Hand. Ein Grund wurde bisher nicht gefunden. "Egal, was der Arzt heute sagt, damit muss ich leben", erklärt der Trainer des Zweitligisten, Frank Pietzonka. Verständlicherweise will er sich danach erst Gedanken machen, welche Formation er Sonnabend und Sonntag am Netz platzieren wird. In den Süden geht es für die Recken. Erst nach Freiburg (20 Uhr), tags darauf nach Friedrichshafen (16 Uhr), mit oder ohne Berlet. Bisher hat alles gepasst, hat der Leipziger die Zähne in jedem Spiel zusammen gebissen - trotz Verletzung. Deshalb steht wieder Lukas Bayer in den Startlöchern, der Stammzuspieler der zweiten Garde. Damit der sich nicht ganz so alleine fühlt, darf Teamkollege und Nachwuchstalent Anton Röthel mit. "Reinschnuppern", nennt das der Coach. Zu Hause bleibt Tom Pietzonka, der Filius, weil er morgen ans Band muss. Nachzureisen stünde nicht im Verhältnis. Damit nimmt Pietzonka senior seinem Freiburger Konterpart Wolfgang Beck die Spannung. "Die Alten kennen wir etwas besser als die Jungen", sagt der FT-Trainer. Dessen Team fand nach einer schier ewig währenden Durststrecke in Fellbach das erfrischende Nass. Per Sieg im Marathonmatch gegen die Mannschaft von Diego Ronconi plumpsten Tonnenlasten vom Herz der Freiburger. "Es wäre schön, wenn wir wieder so weit kommen", gibt Beck kleinlaut aus.
Vor Schlüssen aufgrund der Tabellensituation warnt indes Pietzonka: "Keiner sollte auf die vergangenen Spiele schauen, die Zeiten, dass Punkte im Vorbeigehen eingefahren werden, sind vorbei." Auch wenn sein Team noch vor einer Woche die Friedrichshafener aus der Halle drosch? "Ja, weil am Bodensee eine andere Mannschaft auf uns warten wird", ist sich der 51-Jährige sicher. "Sie werden den Kopf wegen den Abiprüfungen nicht mehr so voll haben", begründet der GSVE-Trainer. Das hofft Adrian Pfleghar, Coach der Youngstars vom Bodensee, auch. "Sie sollten die Erinnerung an Delitzsch nutzen, es besser zu machen", sagt er. Wenn seine Jungs auf den GSVE treffen, haben auch sie schon ein Spiel in den Knochen. Am Sonnabend messen sich die Junioren mit dem Stützpunkt-Team aus Bayern. Alexander Bley