Heimvorteil eiskalt genutzt

 

2. Quattro-Firmen-Turnier des GSVE Delitzsch in Krostitz

 

Krostitz. Es schien in der Tat, als habe Steffen Richter den Coup von langer Hand geplant. Ungeschlagen zog das Team der Elektro-Fritzen am Sonnabend im Krostitzer Sand seine Bahnen. Weder die Betonrührer von Kann, noch die Häuslebauer von Schwarze konnten dem Hausherr beim 2. Firmen-Beach-Turnier des GSVE an die Karre fahren. Richters Vierer war einfach zu gut. Ein Erklärungsversuch.

 

Steffen Richter gilt in Krostitz quasi als der Erfinder des Beachvolleyballs. Als jener, der dem Volleyball das Licht der Welt abseits des Hallenmiefs zeigte, ihn quasi erst zum Beach-Ball machte. Dem nicht genug. Dass die Dreiplatz-Anlage mit Tonnen von Sand zwischen Fuchsbau und Turnhalle aus dem Boden gestampft wurde, ist hauptsächlich ihm zu verdanken.
Den Enthusiasmus in allen Ehren, Talent ist ebenso unabkömmlich. Erst recht nicht im illustren Starterfeld von 13 Teams. Wovon (fast) jedes mit Volleyballcracks bestückt war. Sein eigenes machte da keine Ausnahme. Sebastian Kynast wurde vorausschauend schon vor Jahren genau aus diesem Grund verpflichtet. Seitdem klemmt der Riese, der jeden Ball irgendwie verwerten kann, im Auftrag von Richter wochentags allerorts Kabel an, um oder ab. Und spielt Volleyball. "Nein, nicht während der Arbeitszeit. Das gibt es nicht", versucht der 42-Jährige jeden Anflug von Wettbewerbsverzerrung zu zerstreuen. Auch soll es angeblich kein Kriterium sein, um bei ihm eingestellt zu werden. Nun ja Alle Herren und Damen seines Kaders gelten als volleyballaffin und spielen, wenn nicht beim GSVE, beim Krostitzer Pendant. All das sollte sich auszahlen.
Sebastian Reichstein wollte das nicht wahrhaben. "Nee, dem geb' ich ihn nicht", flachste der Riese bei der Pokalübergabe. Dessen Team versagten in der Endrunde die Nerven, so kläglich das letzten Endes der vierte Rang raus sprang. Die Mission Titelverteidigung war gescheitert.
Diesen Traum mussten die Lichtspezialisten von Caralux schnell begraben, obwohl mit massig Menpower am Start. Allein der Spaß zählt - so der Trost. Und dem nicht genug. Die rote Laterne brachte den Lemselern noch ein paar Bällchen ein, so dass auch auf Arbeit zukünftig fleißig geübt werden kann. Mehr als einen warmen Händedruck gab es auch für die ersten drei Ränge. Das Quintett von Schwarze-Bau staubte einen GSVE-Wimpel ab. Die Kann-Baustoffvertreter ein Trikot und Richter den Pott samt unterschriebenem GSVE-Ball. Alexander Bley