Der GSVE fliegt ins Glück

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Volleyball-Zweitligist Delitzsch gewinnt dramatisches Ost-Derby gegen VC Gotha in fünf Sätzen

Von Christian Dittmar
Delitzsch. Das war nichts für schwache Nerven in der Nacht von Samstag zu Sonntag: Fünf Matchbälle wehrte der GSVE Delitzsch im fünften Satz gegen die Blue Volleys Gotha erst ab, um den Tiebreak dann doch noch und das Ostduell nach zweieinhalb Stunden mit 3:2 (28:30, 25:20, 25:22, 17:25, 21:19) für sich zu entscheiden.

„Wir haben als Team einfach super zusammengespielt“, war für Björn Vanselow der Schlüssel zum Sieg. Der Zuspieler wurde vor rund 300 Zuschauern (darunter um die 20 Gästefans) in der Artur-Becker-Schachtel zum ersten Mal in dieser Saison zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt, genauso hätte aber auch ein Robert Karl die Auszeichnung (erneut) verdient gehabt.

Schon im außergewöhnlich langen ersten Satz deutete sich an, wie umkämpft das Match werden sollte. Am Ende leisteten sich die Gymnasialen in diesem Durchgang zu viele Aufschlagfehler. Besser machten sie es dann in den Abschnitten zwei und drei, die beide eine klare Sache waren. Im vierten Durchgang wiederum hatte das Team vom Lober dann aber einen „Blackout“, wie es Vanselow formuliert.

So musste der Tiebreak entscheiden und auch hier hatten die Gothaer erst die Nase vorn. Doch zwei gute Karl-Blocks, zwei Aufschlagfehler der Gäste und schließlich ein erfolgreicher Angriff über Außen brachte den GSVE auf die Siegerstraße.

„Es war das erwartet heiße Duell“, bilanzierte Kapitän Felipe Pardini Glaser, der trotz des Sieges ein wenig mit den zwei verlorenen
Sätzen haderte. Darum war für ihn auch die Wiedergutmachung für die Klatsche in Kriftel noch nicht vollends geglückt.

Immerhin stehen seine Delitzscher nun in der Tabelle als Sechste wieder gut da – bei zehn Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist der Klassenerhalt quasi in Sack und Tüten. In zwei Wochen beginnt dann die Kür mit dem Auswärtsauftritt beim SV Schwaig Volleyball. Jetzt wollen die Gymnasialen in der Tabelle weiter klettern. In dieser Woche können sie sich aber vom Krimi erholen. Die Kräfte dürften nach dem Marathonmatch am Ende gewesen sein. Und: Solche Nerven muss man im Derby auch erst einmal beweisen.

Im Bild 1: Libero Julius Fritsche fliegt zur Rettungstat. Foto: Thomas Jentzsch

Im Bild 2: Erleichterung pur: Die Hausherren jubeln nach dem entscheidenden Punkt. Foto: Thomas Jentzsch

LVZ Leipziger Volkszeitung, 02.03.2020

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