Ostderby gegen Gotha: „Ich erwarte ein heißes Spiel“

87868914 2663886843710712 2384610007887904768 n

2. Volleyball-Bundesliga: Der GSVE Delitzsch will nach dem mageren Auftritt in Kriftel wieder sein Heimgesicht zeigen / Kapitän Pardini Glaser hat einen Plan
Von Christian Dittmar


Delitzsch. Felipe Pardini Glaser redet nicht um den heißen Brei herum, wie es sich für einen Kapitän gehört. „In Kriftel haben wir sehr schlecht ausgesehen“, sagt der GSVE-Zuspieler, „mich stört vor allem, wie wir da verloren haben.“ Mit 0:3 gingen seine Delitzscher Recken am vergangenen Sonntag in der hessischen Gemeinde unter, nachdem sie einen Tag zuvor noch mit 3:1 die Pflichtaufgabe beim Volleyballinternat Frankfurt erfüllt hatten.

Die zwei Spiele innerhalb von 24 Stunden sind laut Pardini Glaser auch ein Grund für die böse Überraschung in Kriftel, der Deutsch-Brasilianer machte eine gewisse Müdigkeit bei einigen Mitspielern aus. Ein weiterer sei der verlorene zweite Satz, als die Jungs vom Lober lange führten und sich dann doch mit 21:25 geschlagen geben mussten. „Das war ein Knackpunkt im Spiel“, erklärt Pardini Glaser.

Letztlich bauten die Gymnasialen mit der neunten Saisonniederlage auch einen direkten Konkurrenten im nun wieder etwas akuteren Abstiegskampf auf - auch wenn Delitzsch in der Tabelle der 2. Bundesliga Süd immer noch acht Punkte Vorsprung vor Kriftel hat. Der Pardinische Plan lautet nun möglichst in jedem der noch anstehenden sechs Saisonspiel zu punkten.

Am besten schon am heutigen Samstagabend (20 Uhr) in der heimischen Artur-Becker-Schachtel gegen die Blue Volleys Gotha. Das Ostduell sei auch eine gute Gelegenheit, um Wiedergutmachung für Kriftel zu betreiben, erklärt der Kapitän: „Ich erwarte ein heißes Spiel.“ Wahrscheinlich werden die Thüringer wieder einige Fans mitbringen und versuchen, Emotionen in die Partie zu bringen. Das klappte im Hinspiel schon ganz gut: Björn Vanselow sah in dem hitzigen Derby Rot, am Ende gewann der VC Gotha mit 3:1.

Für das Rückspiel hofft Pardini Glaser, dass die eigenen Anhänger wieder mal zum Zünglein an der Waage werden. Immerhin haben die Delitzscher in dieser Saison erst zweimal zu Hause verloren – und bei der letzten Heimpleite (1:3 gegen Karlsruhe) war es noch mitten im goldenen Oktober.

Im Bild: Die hohe Kunst: Felipe Pardini Glaser serviert den Ball per Bagger für Robert Karl (rechts).Foto: Alexander Prautzsch

LVZ Leipziger Volkszeitung, 29.02.2020