Erstklassiger Auftritt

84430111 2611552355610828 6318700025530548224 n2. Volleyball-Bundesliga: GSVE holt beim 3:0 gegen Volleyball Grafing zweimal hohe Rückstände auf

Von Christian Dittmar
Delitzsch. Der GSVE Delitzsch hat ein richtig dickes Ausrufezeichen in der 2. Volleyball-Bundesliga gesetzt. Die Jungs vom Lober gewannen am späten Sonnabend in dieser Höhe auf jeden Fall unerwartet mit 3:0 (25:21, 26:24, 25:22) gegen den TSV Grafing – vor nicht allzu langer Zeit noch in der Spitzengruppe der Liga unterwegs. „Das Ergebnis war schon sehr überraschend“, resümierte Delitzschs Mittelblock-Gigant Robert Karl, der einmal mehr zum wertvollsten Spieler gewählt wurde. „Vor der Partie war es unwahrscheinlich, dass wir überhaupt einen Punkt holen und dann wurden es am Ende sogar drei.“ Der GSVE verschlief vor rund 300 Zuschauern in der Artur-Becker-Schachtel den Großteil des ersten Satzes, kämpfte sich dann aber zurück und versetzte das Publikum das erste Mal in Ekstase. „Da hat sich die Einwechslung von Paul Lohrisch bezahlt gemacht“, erläuterte Coach Frank Pietzonka.
Überhaupt rotierte „Spitz“ gegen die Bayern mehr als gewohnt und sollte es nicht bereuen. „Es war heute eine tolle Teamleistung“, beurteilte Pietzonka, der ausnahmsweise mal rundum zufrieden war, wie er mit einem Augenzwinkern betonte. „Wir haben gezeigt, dass wir mit jeder Mannschaft in der Liga mithalten können.“
So drehten die Gymnasialen auch den zweiten Abschnitt nach einem zwischenzeitlich hohen Rückstand. Vor allem eine Serie von Karlschen Aufschlaghämmern brachte hier die Wende. „Da muss man erstmal den Arsch haben, so aufzuschlagen“, lobte sein Trainer.
Im dritten Satz war dann der Widerstand der Gäste früh gebrochen. „Dort haben sie schon etwas die Köpfe hängen gelassen“, meinte Robert Karl, der ebenfalls hervorhob, wie gut sich diesmal die zweite Reihe einfügte. Schließlich war die Partie schon nach gut anderthalb Stunden beendet und die große Party danach konnte beginnen.
Doch was kann jetzt noch gehen in dieser Saison? „Erstmal steht das schwere Spiel gegen Freiburg an“, wiegelte der Coach ab. „Die haben sich im Winter mit zwei neuen Leuten verstärkt und drücken von unten.“ Einer davon ist übrigens der frühere Volleys-Mann Jannik Kühlborn. Tatsächlich gewannen die Badener ihr Match gegen Unterhaching II am Sonnabend ebenfalls mit 3:0. Bei einem ähnlichen Ergebnis nächste Woche gegen die Delitzscher könnte es schon wieder etwas enger werden im Abstiegskampf. Aber mit der Form vom Grafing-Spiel brauchen sich die Pietzonka-Jungs da keine Sorgen zu machen.

Im Bild: Her mit den Flossen: Die GSVE-Recken Peter Miersch und Felipe Glaser klatschen ab.Foto: Alexander Prautzsch