0:3 – GSVE geht in Baden baden

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Zweitliga-Volleyballer verlieren bei Topteam
 
Karlsruhe. Kapitän Felipe Pardini Glaser hatte im Vorfeld eine glasklare Vorstellung, wie seine Mannschaft bei den BADEN Volleys SSC Karlsruhe auftreten muss, um etwas Zählbares nach Sachsen mitzunehmen. „Wir müssen alle an unsere Grenze gehen. Da muss sehr viel passen, vor allem im Aufschlag. Wir müssen sie unter Druck setzen, vor allem ihre Außenangreifer, und von Anfang an da sein.“ Denn wenn Karlsruhe einmal ins Rollen komme, so der 26-Jährige, werde es schwer sie aufzuhalten.
Trotz aller guten Vorsätze konnten die GSVE-Recken beim Gastspiel in Südwesten nicht die letzten Prozente herauskitzeln. Karlsruhe kam ins Rollen, Karlsruhe war irgendwann nicht mehr aufzuhalten. Nach nur 69 Minuten Spielzeit in der Sporthalle des Otto-Hahn-Gymnasiums kassierten die Gymnasialen mit 0:3 (19:25, 14:25, 20:25) im dritten Match anno 2020 die zweite Niederlage. Die Mannschaft von Frank Pietzonka liegt mit 24 Punkten aus 16 Partien weiter auf dem achten Platz der zweiten Liga/Staffel Süd. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt bei zehn ausstehenden Spieltagen aber weiter komfortable elf Zähler auf Freiburg und Kriftel (Kriftels gestrige Partie in Mainz endete nach Redaktionsschluss).
„Es war insgesamt kein gutes Spiel der gesamten Mannschaft“, sagte Pardini Glaser nach der Niederlage. „Wir haben den erhofften Druck im Aufschlag nicht ausüben können und haben es dementsprechend schwer im Block und in der Abwehr gehabt.“ Der Capitano war „not amused“. Auf der fünfstündigen Heimfahrt nach Delitzsch war dann etwas Zeit, die Gedanken zu sammeln und die Pleite zu verarbeiten.
Dabei begann der erste Satz gar nicht so übel für die Gäste. In der Anfangsphase war es ein enges Spiel, dann kam Karlsruhe immer besser in Fahrt. GSVE-Trainer Frank Pietzonka nahm beim Stand von 12:14 seine erste Auszeit. „Als der Gegner den Druck erhöht hat, konnten wir nicht dagegen halten“, sagte Pardini Glaser. Mit 19:25 ging der Auftaktsatz an den Gegner. Der zweite Durchgang begann wieder ausgeglichener. Dieses Mal war es Karlsruhes Coach Antonio Bonelli, der beim Stand von 9:8 Redebedarf sah. Die Ansprache zeigte Wirkung. Bei den Gästen ging anschließend nicht mehr viel zusammen: Nach dem 14:25 war das Spiel schon so gut wie gelaufen. Im dritten Satz mussten sie schließlich mehr Risiko gehen. Dennoch reichte es nicht, um zumindest einen Satz zu erobern (20:25). „Es war insgesamt ein völlig verdienter Sieg von Karlsruhe“, musste Pardini Glaser zugeben. Als wertvollster Delitzscher wurde Diagonalangreifer Thomas Ahne ausgezeichnet.
Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt den Gymnasialen nicht. Schon am kommenden Samstag (20 Uhr) gastiert der TSV Grafing (Platz fünf) in der Delitzscher Artur-Becker-Sporthalle. Und eine Woche darauf reist Kellerkind FT 1844 Freiburg nach Sachsen. Spätestens da sollte es mit dem zweiten Sieg des Kalenderjahres klappen. Thomas Fritz

Im Bild: Thomas Ahne, hier in einer früheren Partie, wird als Spieler des Spiels geehrt.Foto: Modla
LVZ, 27.01.2020