Ojemine am Bodensee

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GSVE-Volleyballer verlieren 0:3 in Mimmenhausen

Mimmenhausen. Einmal Bodensee und zurück. Erst um 5.30 Uhr am Sonntagmorgen kehrten die Volleyball-Recken des GSVE Delitzsch von ihrer Auswärtsfahrt in den Süden Baden-Württembergs heim – ohne Zählbares im Gepäck. Ohne den erkrankten Leistungsträger Robert Karl kassierte der Zweitligist im ersten Spiel des Jahres eine klare 0:3-Pleite (22:25, 20:25, 17:25) beim TSV Mimmenhausen.

„Die ersten beiden Sätze tun weh“, sagte Trainer Frank Pietzonka. „Die letzte Konsequenz den Ball tot zu machen, hat gefehlt. Daran sind wir zerbrochen.“ Vor allem im eigenen Spielaufbau nach Aufschlag des Gegners fehlte die Durchsetzungskraft. „Damit haben sie uns letztendlich den Nerv gezogen“, sagte Pietzonka, der am Sonntag trotz nur vier Stunden Schlaf schon wieder in der Küche stand und seiner Frau bei der Zubereitung des Mittagessens half.
Im dritten Satz mussten die Gymnasialen dann mehr Risiko gehen – was letztlich aber nicht belohnt wurde.

Auch ohne die lange Anreise, die Pietzonka nicht als Ausrede gelten lassen wollte, wäre Mimmenhausen eine hart zu knackende Nuss gewesen – trotz des 3:1 des GSVE im Hinspiel. „Die haben alle drei Sätze auf einem Level gespielt, wo du schon 110 Prozent bringen musst“, sagte Pietzonka über den Tabellenzweiten. „Es war eine gerechtfertigte Niederlage. Wir waren gefühlt ständig immer drei Punkte hinterher.“

Er wollte indes nicht zu hart mit seinen Schützlingen ins Gericht gehen und zog auch einige positive Erkenntnisse aus dem Jahresauftakt. Einige Elemente hätten ihm durchaus gefallen.
„Von der Spielanlage her, was wir in der Annahme gemacht haben, in der Feldabwehr und im Block, da musst du als Trainer zufrieden sein.“

Kommenden Samstag (20 Uhr) haben seine Männer in der Artur-Becker-Halle die Gelegenheit, gegen Tabellennachbar Mainz die ersten Zähler des Jahres zu holen. Nicht nur der Trainer hofft, dass Robert Karl wieder an Bord ist. Thomas Fritz

Im Bild: Frank Pietzonka und seine Mannen müssen am Bodensee die Segel streichen. Foto: Ch. Modla

LVZ Leipziger Volkszeitung, 13.01.2020