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GSVE Delitzsch e.V. - 2.Mannschaft

Oststraße 11
04509 Delitzsch


Veranstaltungen



Aktuelle Meldungen

Rodeoritt in den Jubelkreis

Volleyball-Regionalliga: GSVE Delitzsch II gewinnt Nervenschlacht

GSVE Delitzsch II – VC Dresden e.V. II 3:2 (23:25, 25:23, 25:20, 12:25, 16:14). Achterbahnfahrt, Rodeoritt, Wechselbad – das Auftaktspiel der GSVE-Reserve verdiente viele Namen, aber nur einen Sieger und mündete in einem Happy End für die Mannen von Junglöwen-Dompteur Sebastian Reichstein. Nach den wenig erbaulichen Duellen der Vorsaison haben die Delitzscher nun offenbar auch die Scheu vor den technisch eleganten Granden der VC-Reserve abgelegt. Von der ersten Sekunde an begegneten sich die Teams im wahrsten Sinn auf Augenhöhe.
Das wilde Hin und Her der nervenzersetzenden Partie deutete sich bereits im Verlauf des ersten Satzes an. Zunächst behielten die Gäste die Oberhand. Doch der zweite Aufguss des GSVE ließ sich davon nicht aus dem (Hygiene-)Konzept bringen, drehte Spieß und Spiel direkt um und lag seinerseits nach dem dritten Durchgang in Führung. Dann folgte der komplette Einbruch, aber eben nicht die Selbstaufgabe. Im Tiebreak war die Mannschaft physisch und psychisch wieder genau da, wo sie sein sollte. So nahm das Drama seinen Lauf, nur dass eben diesmal am Ende Reichstein und Co den Jubelkreis formten.
Am Sonnabend geht’s für die Reserve-Recken schon wieder gegen Dresden, diesmal allerdings auswärts beim Universitätssportverein der Technischen Universität. Deren Saisonstart gestaltete sich wesentlich weniger dramatisch. jd

 

Im Bild: GSVE-Trainer Sebastian Reichstein hat offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Seine Mannschaft gewinnt zum Regionalliga-Auftakt 3:2 gegen den VC Dresden II.Foto: Alexander Prautzsch

 

GSVE Delitzsch II: Schößler, Böhm, Fölski, Rottosch, Mischke, Holzweißig, Röthel, Bechtloff, Polz, Schindler, Planer, Baehr, Kempe.

 

LVZ, 16.09.2020

Foto zur Meldung: Rodeoritt in den Jubelkreis
Foto: GSVE-Trainer Sebastian Reichstein hat offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Seine Mannschaft gewinnt zum Regionalliga-Auftakt 3:2 gegen den VC Dresden II. Foto: Alexander Prautzsch

„Aus der Not heraus“ in die Saison hinein

Volleyball-Regionalliga: Bad Düben und GSVE II starten heute mit Heimspielen in Delitzsch gegen prominente Gegnerschaft


Von Leon Heyde und Johannes David

Delitzsch/Bad Düben. Nach sechsmonatiger Spielpause wird es für die Regionalliga-Volleyballer des GSVE Delitzsch und des SV Bad Düben am morgigen Samstag wieder ernst. Die Gymnasialen empfangen den VC Dresden II in der Artur-Becker-Halle (16 Uhr) zum Saisonauftakt. Die Kurstädter bekommen es bereits eine Stunde vorher mit dem USV TU Dresden zu tun, übrigens auch in Delitzsch. Der Dritte Regionalligist im Bunde, der Krostitzer SV, startet erst am 26. September.

Allen Grund jaulende Klagelieder anzustimmen, haben die Jungs aus der Heide. Ihnen fehlt seit Sommer eine Heimstatt. Die Sporthalle der Bundespolizei bleibt vorerst gesperrt. So dass die Mannschaft ihren Auftakt ohne Zuschauer in der Erasmus-Schmidt-Sporthalle zu Delitzsch austrägt. Dort nahmen auch große Teile der Vorbereitung ihren Lauf. Dazu traf man sich einmal pro Woche in der Bad Dübener Mini-Halle an der Kirche. Entsprechend fasst Kevin Phillipp die Vorbereitung wie folgt zusammen: „Alles bissel aus der Not heraus geboren“, sagt der Spielertrainer, der das Team gemeinsam mit Zuspiel-Kollege Frank Baumgarten betreut. Und doch hält sich das Jammern in Grenzen: „Die Einheiten waren qualitativ ganz gut und jetzt haben wir den besten Gegner, den man haben kann. Ohne Zuschauer und ohne Druck“, ergänzt Phillipp. Der USV war Meister der Saison 2019 und stand auch bei Abbruch der vergangenen Spielzeit vorn.
 

Trotz einiger Hindernisse fällt das Fazit zur Saisonvorbereitung von Sebastian Reichstein positiv aus. Der Trainer der GSVE II musste auf den Erkenntnisgewinn von Vorbereitungsspielen zwar verzichten, interne Leistungsvergleiche stimmten dennoch zuversichtlich: „Das Niveau bei den vereinsinternen Tests war sehr gut. Auch wenn sich die Jungs untereinander natürlich kennen und um die jeweiligen Stärken und Schwächen der anderen wissen. Vergleichbar mit einem richtigen Spiel ist das dann natürlich nicht.“ Trotzdem hätte vor allem der gute Fitnessstand der Mannschaft das Trainerteam überrascht.

Ihren Beitrag zum Leistungsstand der Gymnasialen lieferten auch die neuen Gesichter im Kader. Neben Hannes Holzweißig, Fabian Mattheis und Niklas Bechtloff, die allesamt aus dem eigenen Nachwuchs dazustießen, bereichern vor allem Justus Baehr und Matteo Böhm das Team. Die beiden gestandenen Regionalligaspieler kamen von den Neuseenland-Volleys Markkleeberg und erwiesen sich laut ihrem Trainer als Glücksgriffe. „Vor allem menschlich, was für uns immer sehr wichtig ist, passen die beiden gut dazu“, freut sich Reichstein. „Matteo ist von seiner volleyballtechnischen Ausbildung natürlich schon fertig. Dadurch bringt er sich auch leitend ins Training ein – das imponiert mir.“ Zusammen mit ihrem Trainerteam hat die junge Mannschaft auch schon ihr Ziel für die kommende Saison entwickelt: Einen Platz unter den besten fünf wollen sich die Delitzscher erspielen. „Das ist ein Ziel, das uns Handlungsspielraum nach unten und nach oben lässt, vom Leistungsniveau sehe ich uns definitiv in diesem Tabellenbereich“, sagt Reichstein.

Zum Auftakt kommt mit dem VC Dresden II ein Gegner mit ähnlicher Verfassung nach Delitzsch. Das junge Team aus der Elbestadt hat zwei Leistungsträger an seine Zweitligavertretung abgegeben, kann dadurch laut Reichstein zur Wundertüte werden: „Die Dresdner sind uns von ihrer technischen Ausbildung sicherlich überlegen. Ob es ein Spiel auf Augenhöhe wird, ist dadurch schwer zu sagen. Letzte Saison haben sie uns jedenfalls zweimal unsere Grenzen aufgezeigt.“

Ohnehin sei der Saisonstart für seine Schützlinge nicht einfach: „Die Vorbereitung ist das eine, wenn dann der Erfolgsdruck dazu kommt, überwiegt oftmals die Nervosität. Schon in den letzten Jahren mussten wir zum Auftakt immer ein Tal durchlaufen, wirklich erklären können wir uns das nicht.“ Zumindest auf Unterstützung können die Delitzscher hoffen. Dank eines Hygienekonzepts, das unter anderem das Tragen einer Maske vorsieht, darf der GSVE vor bis zu 200 Zuschauern.

 

Im Bild: Die Dübener (links) und die Delitzscher starten beide in Delitzsch in die Saison, spielen allerdings nicht gegeneinander.Foto: Alexander Prautzsch

 

LVZ, 11.09.2020

Foto zur Meldung: „Aus der Not heraus“ in die Saison hinein
Foto: „Aus der Not heraus“ in die Saison hinein

Verjüngt und verstärkt

Volleyball-Regionalligist GSVE II holt Baehr und Böhm aus Markkleeberg und bindet Talente ein

 

Von Leon Heyde

Seit Mitte Juli herrscht wieder reger Volleyballbetrieb in Delitzsch. Neben den Zweitliga-Herren befindet sich auch die
Regionalliga-Mannschaft von Trainer Sebastian Reichstein mitten in der Saisonvorbereitung. Planmäßig soll die kommende Saison am 12. September mit einem Heimspiel in der Arthur-Becker-Halle gegen den VC Dresden II starten.

 

„Anfangs sind wir mit Athletik und Grundtechnik ins Training gestartet. Die Jungs haben einen sehr guten Eindruck gemacht, alle haben sich individuell gut fit gehalten“, beschreibt Reichstein den bisherigen Vorbereitungsverlauf. Bei intensiven Fitnessübungen am Ende jeder Einheit hätte die Mannschaft beeindruckend gearbeitet. „Inzwischen liegt das Hauptaugenmerk darauf, kleine technische Baustellen auszuräumen.“ Zusätzlich zu den drei Einheiten pro Woche planen die Volleyballer demnächst ein internes Blitzturnier im Rahmen eines kurzen Trainingslagers.

Testspielgegner aus dem Umland zu finden, gestaltet sich laut Reichstein indes schwierig: „In der Region gibt es natürlich einige Volleyballteams, aber wir suchen schon Gegner, die mindestens unser Leistungsniveau haben oder besser sind als wir. Außerdem wollen wir nicht gegen Mannschaften testen, auf die wir auch in der Liga treffen.“ Die Gymnasialen hoffen, Ende August bei einem Turnier in Potsdam – eigentlich schon vollbesetzt – nachzurücken. Eine weitere Option sei, selbst ein Turnier zu organisieren.

Mit dabei sind auch einige neue Gesichter im Kader. Aus der eigenen Jugend rutschen Hannes Holzweißig, Fabian Mattheis und Niklas Bechtloff mit ins Team. Vor allem Zuspieler Bechtloff gilt als Nachwuchshoffnung beim GSVE und soll in die Fußstapfen von Ex-Kapitän Lukas Bayer treten, der seine Laufbahn nach der letzten Saison beendete. Zudem verstärken zwei Männer mit Regionalliga-Erfahrung die Delitzscher: Justus Baehr und Matteo Böhm kommen von Absteiger Neuseenland-Volleys Markkleeberg. Insgesamt sieht sich Reichstein somit gewappnet für die kommende Spielzeit: „Wir wollen definitiv nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Mannschaftsintern werden wir zusammen besprechen, was unsere Erwartungen sind und ein gemeinsames sportliches Ziel verfassen.“

Auch wenn Reichstein betont, man bereite sich so vor, als würde die Saison planmäßig beginnen, bestehen bei allen Beteiligten dennoch gewisse Unklarheiten. Anders als für die erste und zweite Bundesliga hat der Verband bisher noch keinen Maßnahmenkatalog zur Einhaltung besonderer Hygienemaßnahmen für die Regionalliga vorgestellt. Die Vorschriften fürs GSVE-Zweitligateam liefern jedoch einen ersten Einblick. So muss unter anderem an jedem Spieltag ein Verantwortlicher für das Hygienekonzept – in der Regel ein Arzt – anwesend sein, was mit erheblichen Kosten einher geht. Zudem darf sich eine gewisse Zeit vor Spielbeginn niemand außer den Teams in der Halle aufhalten. Da sich erste und zweite Mannschaft des GSVE die Spielstätte teilen und auch Terminüberschneidungen bestehen, dürfte dies noch zu organisatorischen Schwierigkeiten führen.

Foto zur Meldung: Verjüngt und verstärkt
Foto: Die Bälle fliegen wieder: Spieler des GSVE Delitzsch II beim Training.Foto: Alexander Prautzsch