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GSVE Delitzsch e.V. - 1.Mannschaft

Oststraße 11
04509 Delitzsch


Veranstaltungen



Aktuelle Meldungen

GSVE schippert im Oberwasser


2. Bundesliga: Volleyballer nach Derbysieg obenauf

Delitzsch. „Es war eigentlich eine ziemlich dumme Geschichte“, sagt Thomas Ahne mit einem Lachen in der Stimme. Beim Derby in Leipzig am Sonnabend verletzte sich der GSVE-Diagonalmann im vierten Satz am Knie – beim Jubel über einen Punktgewinn. Ahne musste ausgewechselt werden, doch die Gymnasialen gewannen den Durchgang noch und am Ende auch die Partie in der Brüderhalle mit 3:2.

„Ein krasses Spiel, der Sieg fühlt sich auch jetzt noch ziemlich geil an“, frohlockt Ahne, der sich selbst die Spielnote 3 geben würde. Der Angriff sei bei ihm nicht so überragend gewesen, dafür habe der Aufschlag ziemlich gut geklappt, so der gebürtige Wünscher. „Daran ziehe ich mich hoch.“ Für seine Delitzscher war es nach dem 3:2 gegen Dresden bereits der zweite knappe Erfolg in einem Ostduell in Folge. Der Stotterstart mit zwei Heimpleiten ist damit einigermaßen wiedergutgemacht und der GSVE in der Saison angekommen. „Von der Stimmung auf jeden Fall, leistungstechnisch haben wir aber noch Luft nach oben“, betont Ahne.

Der 32-Jährige ist von seiner Blessur mittlerweile auch schon wieder genesen, die Verletzung habe sich im ersten Moment schlimmer angefühlt als sie tatsächlich war, erklärt der Routinier, der seit 2019 seine zweite Amtszeit am Lober verrichtet. Bei der kommenden Aufgabe bei TGM Mainz-Gonsenheim am Sonntag (16 Uhr) kann Ahne dennoch nicht mittun – der Arbeit wegen.

Der 1,96-Meter-Mann ist dennoch guten Mutes, dass es seine Kollegen in Rheinhessen auch ohne ihn richten werden: „Wir haben nach den Siegen im kleinen und großen Derby nun richtig Oberwasser.“ Das merke man auch im Training. „Wir verstehen uns jetzt alle wieder richtig gut“, sagt Ahne wieder mit einem Lachen in der Stimme.

 

Im Bild: „Dumm gelaufen“: Thomas Ahne verletzt sich gegen die Volleys beim Jubeln. Foto: Christian Modla

 

LVZ Leipziger Volkszeitung, 20.10.2020

Foto zur Meldung: GSVE schippert im Oberwasser
Foto: „Dumm gelaufen“: Thomas Ahne verletzt sich gegen die Volleys beim Jubeln. Foto: Christian Modla

Volleyball-Derby wird zum Krimi – und Rascher sieht Rot


3:2 – der GSVE Delitzsch ringt die L.E. Volleys vor 442 Zuschauern in einem mitreißenden Zweitligamatch im Tiebreak hauchdünn mit 15:13 nieder

Von Christian Dittmar

Leipzig. Als Martin Burgartz am Sonnabend um 22.29 Uhr den letzten Aufschlag ins Aus setzt, sinken einige Volleyballer auf dem Parkett der Brüderstraße zu Boden. Die Spieler der L.E. Volleys aus Enttäuschung, die Delitzscher aus Erschöpfung. Hinter ihnen liegen fast zweieinhalb Stunden voller Gefühle, begeisternder Ballwechsel und unaufhörlicher Unterstützung von den handverlesenen 442 Volleyball-Enthusiasten von den Rängen. Zwischendurch fühlt sich das Drama in fünf Akten an wie vor der Coronazeit. Zumindest vom Ergebnis her war es da ja auch, denn am Ende verlieren die Leipziger wie vor fast einem Jahr mit 2:3 (22:25, 25:20, 25:12, 23:25, 13:15) Sätzen.

 

Die Gäste beginnen wie die Feuerwehrmänner und führen im ersten Satz früh 15:10. Zwar können die Leipziger beim 16:16 ausgleichen, letztlich geht der Durchgang aber relativ klar an das GSVE-Team von Trainer Frank Pietzonka. „Und dann haben wir komplett den Faden verloren“, ärgert sich „Spitz“. Angetrieben vom starken Kapitän Chris Warsawski holt sich L.E. den ausgeglichenen zweiten Durchgang und dreht im dritten Abschnitt so richtig auf: Zu zwölf (!) deklassieren sie die Nordsachsen – eine Klatsche, welche die Gymnasialen in der Dimension schon ewig nicht mehr hinnehmen mussten. „Solch einen Satz wie den dritten muss man der Mannschaft auch mal zugestehen“, meint Pietzonka, „deswegen habe ich dann auch durchgewechselt.“

Und es sollte sich auszahlen. Kapitän Felipe Pardini Glaser stellt nun ein ums andere Mal auf Paul Lohrisch und Benedikt Bauer, die am Netz ihre Fackeln abfeuern. Trotzdem bleibt der vierte Spielabschnitt ein ganz enge Kiste. „Der vierte Satz ist der Knackpunkt“, resümiert Warsawski, „wenn Robert Karl das Ding nicht abwehrt, steht es 24:24.“

So aber heißt es nach gut zwei Stunden wilden Volleyballs 2:2 nach Sätzen und der Tiebreak muss entscheiden. Der ist dann eine einigermaßen eindeutige Sache, die Delitzscher verwandeln schließlich den dritten Matchball durch besagten Aufschlagfehler der Leipziger. „In den entscheidenden Situationen haben wir nicht clever genug agiert“, analysiert Warsawski. „Aber so ist ein Derby am Ende: scheißeng und es entscheiden die Kleinigkeiten.“

 

Sein Coach bleibt vor allem währen der Partie nicht ganz so ruhig. Nach einer umstrittenen Entscheidung im Tiebreak wirft Christoph Rascher sein Klemmbrett auf den Boden und sieht dafür die Rote Karte. „Der Ball war 1,50 Meter drin und die Schiedsrichterin zeigt auf ‚Aus’“, beschwert sich „Raschi“. Dennoch bekennt er nach dem Match, dass er sich nicht so hätte aufregen dürfen und nimmt die Sanktion auf seine Kappe. Zuvor hatten den Trainer auch schon einige längere Unterbrechungen im vierten Satz auf die Palme gebracht, die sein Team seiner Meinung aus dem Rhythmus gebracht hätten: „Das Spiel müssen wir eigentlich mit 3:1 gewinnen.“

Eine weitere Erklärung für die zweite Pleite nacheinander sind für Rascher auch die derzeitigen Personalprobleme. Neben Jannik Kühlborn, der nach einer Blinddarm-Op länger ausfällt, müssen die Volleys nun auch noch auf Tjerk Dercksen wegen einer Knieverletzung ein Weile verzichten. Die beiden werden wohl auch noch am kommenden Sonnabend fehlen, wenn es für Leipzig gegen die Blue Volleys Gotha zum nächsten Ostduell in heimischer Halle geht. Immerhin sind die Thüringer aktuell auch nicht gerade in Form und haben sogar die letzten drei Partien allesamt verloren. Ganz anders der GSVE: Nach zwei 3:2-Erfolgen sind die Gymnasialen in der Saison angekommen und wollen nächsten Sonntag in Mainz nachlegen.

 

Im Bild: Der Leipziger René Menzel im Angriff gegen den Delitzscher Block Felipe Glaser, Robert Karl und Paul Lohrisch (v.l.). Foto: Christian Modla

 

Fotogalerie der LVZ: Hier klicken

 

LVZ Leipziger Volkszeitung, 19.10.2020

 

Schiedsrichterin Nicole Zimmermann zückt die Rote Karte gegen den L.E.-Coach.

Die Körpersprache spricht Bände – Leipzigs Coach Christoph Rascher – hier: Sporthalle Brüderstraße.

Foto zur Meldung: Volleyball-Derby wird zum Krimi – und Rascher sieht Rot
Foto: Der Leipziger René Menzel im Angriff gegen den Delitzscher Block Felipe Glaser, Robert Karl und Paul Lohrisch (v.l.). Foto: Christian Modla

„Es war ein bisschen komisch“


2. Volleyball-Bundesliga: GSVE-Kapitän Felipe Pardini Glaser über den Derby-Triumph in Leipzig

Delitzsch. GSVE-Kapitän Felipe Pardini Glaser wurde nach dem 3:2-Erfolg im Derby in Leipzig zum wertvollsten Spieler gewählt – zum zweiten Mal in Folge. Schon beim Sieg gegen Dresden überzeugte der 27-jährige Zusteller.

 

War es das erwartet umkämpfte Derby?

Die Derbys sind immer umkämpft. Dass wir im ersten Satz so hoch geführt haben, war schon überraschend. Dann haben sich die Leipziger zurückgekämpft. Unser Blackout im dritten Satz war leider fast zu erwarten.

 

Wie kam es dazu?

Nach den ersten drei Sätzen war bei uns irgendwie die Luft raus. Da fehlte ein bisschen die Motivation und wir haben bis zum vierten Satz gebraucht, um wieder reinzufinden. Sie haben im zweiten und dritten Satz kaum gespielt.

 

Woran lag das?

Die Doppelwechsel im ersten Satz haben nicht so gut funktioniert. Von daher kann ich schon verstehen, wenn der Trainer erstmal bei seiner Formation bleibt.

 

Also für Sie als Kapitän kein Problem, auch mal länger draußen zu sitzen?

Wir haben eine gute Mannschaft, mit zwei guten Zustellern, drei guten Mittelblockern, zwei guten Diagonalen und zwei guten Liberos. Da könnte jeder spielen.

 

Zwischendurch haben Sie eine Kontaktlinse verloren. Was ist passiert?

Ich bin mit der Hand ans Auge gekommen Zum Glück habe ich die Linse noch fangen können, sonst wäre sie richtig weg gewesen.

 

Gefühlt waren die GSVE-Fans trotz Unterzahl lauter als die Leipziger. War das mit ein Grund für den Sieg?

Wir freuen uns immer auf und über unsere tollen Fans. Und es kommen auch immer viele Delitzscher mit nach Leipzig, die richtige Fans sind. Die fiebern mit und schreien rum, während bei den Leipzigern eher Leute kommen, die Volleyball schauen wollen.

 

Es war das erste Derby unter Corona-Bedingungen. Wie hat sich das angefühlt?

Es war ein bisschen komisch, dass die Halle, obwohl sie ja offiziell ausverkauft war, doch recht leer aussah. Normalerweise hast du sauviele Leute und siehst die Tribünen gar nicht.

 

Es war der zweite Sieg für den GSVE nacheinander. Seid ihr jetzt richtig in der Saison drin?

Ich hoffe es. Es soll auf jeden Fall nicht so laufen, dass wir sagen: Jetzt haben wir zwei geile Spiele, dazu noch zwei Derbys, gewonnen und können uns wieder zurücklehnen. Und wir konnten trotzdem nur vier Punkte mitnehmen. Heute können wir noch feiern, Dienstag vielleicht noch Fußball spielen und dann aber wieder Gas geben, damit wir auch in Mainz am Sonntag erfolgreich sind.

 

Interview: Christian Dittmar

Im Bild: Philipp Maaß jubelt mit Felipe Pardini Glaser (rechts). Foto: Christian Modla

 

LVZ Leipziger Volkszeitung, 19.10.2020

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Foto: Philipp Maaß jubelt mit Felipe Pardini Glaser (rechts). Foto: Christian Modla

Corona-Fall: GSVE-Partie abgesagt


Volleyball: Zweitligist pausiert unfreiwillig

Delitzsch. Der GSVE Delitzsch bekommt nicht so schnell Gelegenheit, Wiedergutmachung für die peinliche 0:3-Pleite gegen Mühldorf vom vergangenen Wochenende betreiben zu können. Denn die für Sonnabend, 20 Uhr, angesetzte Partie in der 2. Volleyball-Bundesliga bei der FT 1844 Volleyball musste verschoben werden. Grund: ein positiv auf Covid-19 getesteter Spieler der Badener. Bereits das Match der Freiburger gegen Karlsruhe vom vergangenen Wochenende musste daher abgesagt werden.

„Vielleicht ist es ganz gut, damit die Jungs die Niederlage aus den Köpfen bekommen können“, sagte GSVE-Coach Frank Pietzonka zur Absage. Teammananager Benedikt Bauer habe bereits mit den Freiburger Verantwortlichen telefoniert, um einen neuen Termin für die Paarung zu finden, der für alle Beteiligten passt. Am besten wäre laut Pietzonka ein Doppelspieltag zusammen mit einer anderen Partie im Südwesten. Immerhin stehen bis in den Breisgau 650 Kilometer auf der Uhr.

Immerhin sind die Gymnasialen noch vom Corona-Virus verschont geblieben. „Das geht ja schnell, ein Fall reicht aus“, betont der Trainer. Und die Volleyballer seien normale Menschen und bewegten sich nicht in einer Blase wie etwa die NBA-Spieler. Bisher ist das Hygienekonzept der Delitzscher jedoch aufgegangen. cdi

 

Im Bild: GSVE-Trainer Frank Pietzonka Foto: Prautzsch

LVZ Leipziger Volkszeitung, 02.10.2020

Foto zur Meldung: Corona-Fall: GSVE-Partie abgesagt
Foto: GSVE-Trainer Frank Pietzonka Foto: Prautzsch

„Nicht zweitligareif"

GSVE erleidet beim 0:3 gegen Mühldorf üblen Rückschlag

 

Von Christian Dittmar

 

Delitzsch. Benedikt Bauer war auch gestern Mittag noch der Ärger über das katastrophale 0:3 (16:25, 19:25, 24:26) seiner GSVE-Volleyballer gegen den TSV Mühldorf Volleyball am Abend zuvor anzumerken. „Ich hätte lieber wenigsten einen Punkt mitgenommen statt dieser Scheißmedaille“, sagte der Außenangreifer, der zum wertvollsten Spieler seines Teams gewählt wurde. Ein schwacher Trost nach einem ernüchternden Abend. Für „Bene“ war es eine schlechte Leistung des gesamten Teams gegen den Aufsteiger vor rund 120 Zuschauern in der Becker-Schachtel – da wollte er auch sich selbst nicht ausnehmen. Dabei waren die Gymnasialen in den beiden ersten Sätzen mehr oder weniger chancenlos und konnten sich nur im dritten kurzzeitig in die Partie kämpfen. Allein es reichte am Ende nicht einmal zum einfachen Satzgewinn für die Delitzscher.

Allerdings spielten die Bayern für einen Aufsteiger auch überraschend stark. „Man hat gesehen, warum die ohne Niederlage durch die Saison in der 3. Liga marschiert sind“, erklärte Bauer. Nach gutem Beginn spielte sich Mühldorf in einen Rausch, während die Delitzscher auf allen Positionen zu viele Fehler begangen. „Wir waren gegen Mühldorf einfach nicht zweitligareif“, resümierte der 24-jährige Bayer, der auch als Teammanager fungiert.

Der GSVE-Fehlstart ist damit nach dem 2:3 gegen Hammelburg perfekt.„Wir müssen uns jetzt selbst aus der Scheiße ziehen“, gibt Benedikt Bauer die Richtung vor. In den drei Trainingseinheiten in dieser Woche müsse nun jede Minute intensiv genutzt werden, fordert der Teammanager, damit im nächsten Match bei der FT 1844 Volleyball am kommenden Sonnabend (20 Uhr) nicht die nächste Pleite folgt. In der Tabelle der 2. Bundesliga finden sich Gymnasialen vorerst in der Abstiegszone wieder – spätestens bis zum Derby gegen den L.E. Volleys e.V. am 17. Oktober sollte sich das ändern.

 

Im Bild: Das war nichts: Felix Winkler liegt nach dem Spiel frustriert auf dem Hallenboden. Foto: Alexander Prautzsch

 

LVZ Leipziger Volkszeitung, 28.09.2020

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Foto: Das war nichts: Felix Winkler liegt nach dem Spiel frustriert auf dem Hallenboden. Foto: Alexander Prautzsch

Zwischen Netz und Trainerbank

Außenangreifer Paul Lohrisch coacht nun auch beim GSVE

Delitzsch. Sein erstes Spiel als neuer Co-Trainer führte Paul Lohrisch gleich zum Gegner aller Gegner für den GSVE Delitzsch: die L.E. Volleys. Zwar nur im Test in der Saisonvorbereitung, aber letztlich ist jede Partie gegen den Rivalen von der Pleiße etwas Besonderes. „Wir wollten sicherer über außen angreifen“, sagt Lohrisch über seine Premierenpartie als Co an der Seite von Chef Frank Pietzonka. „Das hat schon gut geklappt.“ Zwar wurde am Ende in der Becker-Schachtel kein Ergebnis ermittelt, aber die Delitzscher zeigten insgesamt, dass sie zu diesem Zeitpunkt die bessere Frühform im Vergleich zu den Leipzigern hatten. Letztlich ging es auch in dieser Partie so wie in dem folgenden Test gegen die Leipziger in der Volleys-Halle sowie beim Vorbereitungsturnier in Gotha vor allem um das Ausprobieren von neuen Spielformen, wie Lohrisch erläutert. Das Handwerkszeug für den Saisonstart gegen Hammelburg sozusagen (siehe nebenstehender Beitrag). Für den gebürtigen Berliner ist es eine neue Erfahrung, da er nun einerseits als Co-Trainer die Anweisungen geben muss – andererseits als Spielertrainer auch noch selbst auf dem Parkett steht. Mit Chefcoach Frank Pietzonka bewege er sich dabei auf Augenhöhe, betont Lohrisch: „Wir sind gegenüber der Mannschaft gleichberechtigt.“ Dabei bezieht der 33-Jährige einen Teil seiner Autorität auch aus dem Fakt, dass er fünf Jahre lang in der Bundesliga spielte, bevor er 2015 nach Delitzsch wechselte. Der Wechsel auf den Co-Trainer-Posten war schon länger angedacht, Lohrisch hat schon vor einer Weile seinen A-Trainerschein gemacht. Als sich der bisherige Co Olaf Pohlmann nun aus der ersten Reihe bei den Gymnasialen zurückziehen wollte, machten Verein und Spieler Nägel mit Köpfen. Als hauptamtlicher Trainer will der Außenangreifer aber nicht langfristig arbeiten. Dazu gebe es einfach zu wenige Stellen im Volleyball, erklärt Lohrisch, der eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann abgeschlossen hat und zudem auch mal BWL studierte. Außerdem denkt der Zwei- Meter-Mann eh noch nicht ans Ende seiner Spielerkarriere, ein paar Jahre will er noch aufschlagen. „Dafür spiele ich einfach viel zu gerne“, sagt Lohrisch.

 

Im Bild: Paul Lohrisch ist beim GSVE in der Außenannahme und als Co-Trainer gefordert. Foto: Prautzsch

LVZ, 14.09.2020

Foto zur Meldung: Zwischen Netz und Trainerbank
Foto: Paul Lohrisch ist beim GSVE in der Außenannahme und als Co-Trainer gefordert. Foto: Prautzsch

Aufholjagd bleibt unbelohnt: Delitzsch mit Auftaktniederlage

2. Volleyball-Bundesliga: GSVE Delitzsch muss sich im Tiebreak gegen TV/DJK Hammelburg geschlagen geben

Von Christian Dittmar

 

Delitzsch. Das hatte sich der GSVE Delitzsch bei seinem Heimspielauftakt sicherlich anders vorgestellt: Im ersten Pflichtspiel nach der langen Corona-Pause setzte es gegen den TV/DJK Hammelburg eine enge 2:3-Niederlage (18:25, 26:28, 33:31, 25:21, 21:23). „Es war ein knappes Spiel, in dem beide Teams den Sieg unbedingt wollten“, erklärte GSVE-Kapitän Felipe Pardini Glaser nach der Partie am Samstagabend. Der 2:36-Stunden-Marathon zerrte ordentlich an den Kräften der Delitzscher. Die Gymnasialen starteten in der coronabedingt mit nur rund 150 Zuschauern besetzten Artur-Becker-Halle gut in die Partie gegen die starken Franken, doch dann gab es einen „Blackout“, wie Kapitän Glaser es formuliert. Nichts ging mehr bei den Jungs vom Lober, die Hammelburger fingen an, Volleyball zu spielen - und so war der erste Satz letztlich eine klare Angelegenheit für die Gäste. Im zweiten Durchgang traten die Hausherren dann konstanter auf und konnten lange mithalten, bevor am Ende wieder Hammelburg das bessere Ende für sich hatte.

Fast wäre auch der dritte Abschnitt in dieser Form verlaufen und das Match früh zu Ende gewesen, doch mit etwas Schiedsrichterglück – wie auch der Capitano zugab – reichte es für einen hart erkämpften 33:31 Satzsieg und somit zur Chance auf die fast schon verloren geglaubte Aufholjagd. Der vierte Satz geriet zu einer klaren Sache für Delitzsch, sodass der Tiebreak entscheiden musste. Dort lagen die Gastgeber lange vorn, mussten sich aber in einem Herzschlagfinale dennoch geschlagen geben. „Sehr ärgerlich“, kommentierte Pardini Glaser: „Insgesamt ist ein 2:3 gegen ein Spitzenteam zwar kein schlechtes Ergebnis, aber wir wollten unser erstes Saisonspiel und dann auch noch zu Hause natürlich gewinnen.“ In der Tabelle der 2. Bundesliga muss sich die Mannschaft von Coach Frank Pietzonka so erstmal im Mittelfeld einreihen. Das Tabellenbild ist nach dem verspäteten Saisonstart natürlich noch wenig aussagekräftig, dennoch müssen die Gymnasialen nach dem verpatzten Auftakt erst einmal wieder die Kurve kriegen. An der Spitze thronen ausgerechnet die L. E. Volleys, die ihren Auftakt souverän mit 3:0 beim SSC Karlsruhe bestritten. In zwei Wochen hat der GSVE erneut ein Heimspiel, dann wartet der Aufsteiger TSV Mühldorf.

 

Im Bild: Frust statt Lust bei den Volleyballern des GSVE Delitzsch nach dem verpatzten Saisonauftakt in der 2. Bundesliga. Foto: Alexander Prautzsch

LVZ, 14.09.2020

Foto zur Meldung: Aufholjagd bleibt unbelohnt: Delitzsch mit Auftaktniederlage
Foto: Aufholjagd bleibt unbelohnt: Delitzsch mit Auftaktniederlage

„Wir werden uns strecken müssen“

2.Volleyball-Bundesliga: Hammelburg im Nacken, 200 Fans im Rücken: Der GSVE startet in die Saison

 

Von Christian Dittmar

Delitzsch. GSVE-Kapitän Felipe Pardini Glaser spricht vor dem Auftakt der 2. Volleyball-Bundesliga über den Gegner Hammelburg (Sonnabend, 20 Uhr, Becker-Halle), sein Referendariat, frisches Blut aus dem eigenen Nachwuchs und die Bundesliga als Illusion.


Noch ein Tag bis zum GSVE-Saisonstart morgen Abend gegen Hammelburg. Wie weit seid ihr auf dem Weg dahin?

 

Felipe Pardini Glaser: Wir haben bis heute intensiv trainiert. Wie weit wir wirklich sind, werden wir dann sehen. Aber nicht nur morgen, sondern auch in den weiteren Spielen, die anstehen. Denn Hammelburg hat eine verdammt starke Mannschaft und da werden wir uns schon ganz schön strecken müssen.

 

Das war durch die Corona-Pause so ziemlich die längste Vorbereitung der gymnasialen Zweitliga-Geschichte. Eher ein Vor- oder Nachteil für euch?

 

Am Anfang der Vorbereitung fühlte es sich nach der Pause schon sehr eigenartig an. Wir haben dann nicht lange gebraucht, um wieder ein Gefühl für den Ball zu bekommen. Das lag vor allem daran, dass wir alle richtig Bock hatten. Die Truppe kennt sich einfach so lange, deswegen würde ich sagen, dass uns die lange Vorbereitung auf jeden Fall nicht geschadet hat.

 

Beim Vorbereitungsturnier in Gotha gab es ein 1:3 gegen Hammelburg. War das schon ein Fingerzeig, wie schwer die Aufgabe morgen wird?

Ja, wobei unsere Leistungen bei dem Turnier auch einfach zu unregelmäßig waren. Im Match gegen Hammelburg haben wir zum Beispiel einen guten zweiten Satz gespielt und den auch souverän gewonnen. Danach haben wir allerdings stark nachgelassen. Im Vergleich dazu können wir uns in der Bundesliga auf jeden Fall steigern.

 

Was für eine Saison erwartet euch insgesamt unter Corona-Bedingungen?

 

Das wissen wir noch nicht genau, die Vorschriften ändern sich ja dauernd. Aktuell gibt es für unsere Halle vier Zonen mit jeweils aktiven und passiven Abschnitten. Das ist ziemlich kompliziert. Aber es ist natürlich schon mal positiv, dass bei uns überhaupt Zuschauer in die Halle dürfen. Das wird in Bayern mit den Geisterspielen dort bestimmt viel komischer. Umso mehr freuen wir uns auf unsere Heimspiele mit unseren tollen Fans.

 

Als Aufsteiger habt ihr in der vergangenen Spielzeit bis zum Abbruch eine ziemlich ordentliche Saison hingelegt. Bleibt das Ziel für 2020/21 dennoch nur der Klassenerhalt?

 

Ja, wobei wir den Klassenerhalt so früh wie möglich feiern wollen. Außerdem wollen wir mindestens alle Heimspiele gewinnen, dann 
haben wir den Klassenerhalt auch schon mal sicher. Danach können wir weitersehen. Die Liga ist insgesamt sehr homogen, es gibt nur zwei, drei Mannschaften wie etwa Hammelburg, die etwas vorneweg marschieren. Dahinter ist alles möglich.

 

Was ist für den GSVE langfristig in der 2. Liga möglich? Bleibt die Rückkehr in die 1. Bundesliga weiterhin illusorisch?

 

Unser Ziel ist, dass langfristig noch mehr Jugendspieler den Sprung in den Herrenbereich schaffen. Da haben wir mit Karl Erik Pönitzsch und Tim Planer aktuell zwei, die das Zeug dazu auf jeden Fall haben. Außerdem haben wir mit Paul Lohrisch jetzt auch einen jungen Co-Trainer, der noch in seine Aufgabe hineinwachsen muss. So wollen wir auch die nächsten Jahre in der 2. Liga bestehen. Die Bedingungen für die Bundesliga sind in Delitzsch leider einfach nicht gegeben, weil wir dann auf Profibetrieb umstellen müssten.
 

Sie spielen seit 2012 mit Unterbrechungen für die Gymnasialen. Wie lange wollen Sie noch weitermachen?

 

Sehr lange. Ich habe gerade erst in der Corona-Pause gemerkt, wie sehr mir der Volleyball fehlte. Nur ein bisschen was für die Fitness machen, reicht mir einfach nicht. So lange ich den Zweitliga-Volleyball mit Beruf und Privatleben vereinbaren kann, will ich auf jeden Fall spielen. Im Vergleich zu den anderen beiden Sachen war der Volleyball bisher für mich ganz oben angesiedelt und das wird noch eine Weile so bleiben.

 

Allerdings beenden Sie bald Ihr Studium und fangen ein juristisches Referendariat an. Wird es dann nicht schwieriger, regelmäßig zum Training und zu den Spielen zu kommen.

 

Während des Studiums war es auf jeden Fall leichter. Das Trainerteam hat mir auch immer genug Zeit gegeben, um zu lernen, sodass ich mein Studium rechtzeitig beenden kann. Für mein Referendariat habe ich mich in Leipzig, Chemnitz und Dresden beworben. Aber auch wenn es nicht mit Leipzig klappt, werde ich versuchen, zumindest zu allen Spielen zu kommen. Denn der GSVE ist mir einfach zu wichtig.

 

Im Bild: Felipe Pardini Glaser (Nummer 10)und seine GSVE-Kollegen wollen natürlich mit einem Sieg starten. Foto: Modla

 

LVZ, 11.09.2020

Foto zur Meldung: „Wir werden uns strecken müssen“
Foto: „Wir werden uns strecken müssen“

Viel probiert, alles verloren

Volleyball-Zweitligist Delitzsch landet beim Turnier in Gotha auf dem vierten und damit letzten Platz

Von Christian Dittmar

Gotha/Delitzsch. Viel probiert, nichts gewonnen, das ist das Fazit des GSVE Delitzsch nach dem Vorbereitungsturnier am vergangenen Wochenende in Gotha. Die Gymnasialen verloren alle vier Spiele und belegten so nur den letzten Platz bei dem Wettbewerb mit dem VC Gotha, dem VC Bitterfeld-Wolfen und TV/DJK Hammelburg.

Gegen letztere – am kommenden Sonnabend ab 20 Uhr auch der erste Gegner in der anstehenden Zweitliga-Saison – gab es zu Beginn am Sonnabend ein 1:3. Knapper verlief die Partie gegen den Nordzweitligisten aus Bitterfeld, die die Jungs von Coach Frank Pietzonka nach Tiebreak mit 2:3 verloren. Da am Sonntag auch der Vergleich mit dem Gastgeber mit 0:3 in die Binsen ging, durften die Delitzscher nur das Spiel um Platz drei gegen Bitterfeld bestreiten, das wieder 2:3 nach Tiebreak endete.

„Wir haben die Möglichkeit genutzt, viel zu probieren“, erläuterte Benedikt Bauer. Jeder habe seine Spielanteile bekommen sollen, auch die Nachwuchsleute Karl Erik Pöhnitzsch und Tim Planer, die Ergebnisse seien dagegen zweitrangig gewesen, so der Teammanager. Auch der gymnasiale Kader war in Gotha noch nicht voll besetzt.

Daher sei auch die Niederlage gegen Hammelburg kein Fingerzeig für den Zweitliga-Auftakt. „Mit unseren Fans im Rücken wird das ganz anders aussehen“, verspricht Bauer.

200 von ihnen dürfen gegen die Franken in die Becker-Schachtel, wie das Delitzscher Gesundheitsamt gestern noch einmal bestätigte, allerdings erst ab 19 Uhr und nur mit Maske. Auch die Besucher der Partie der 2. Mannschaft, die ab 16 Uhr gegen den VC Dresden II antritt, müssen danach noch einmal kurz aus der Halle. So sind eben die neuen Corona-Vorschriften.

 

Im Bild: Teammanager Benedikt Bauer konnte dem Auftritt in Gotha auch Gutes abgewinnen.Foto: Alexander Prautzsch

 

LVZ, 08.09.2020

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Foto: Benedikt Bauer

Der vorletzte Hieb

Volleyball-Zweitligist Delitzsch spielt Turnier in Gotha / 200 Zuschauer zum Saisonstart zugelassen

Von Johannes David
Delitzsch.
Die lieblichste Kunde schwirrte schon vorm sportlichen Teil durchs angekippte Fenster herein: Der GSVE Delitzsch darf zum Start in die 2. Volleyball-Bundesliga am 12. September gegen Hammelburg vor bis zu 200 Zuschauern in der Becker-Halle spielen. Ein passendes Hygienekonzept wurde soeben genehmigt. Auch auf dem Parkett werden nun Feinheiten finalisiert. Am Donnerstag testeten die Männer von Coach Frank Pietzonka durchaus erfolgreich bei den L.E. Volleys, dieses Wochenende spielen sie ein Turnier in Gotha.

Was den neuerlichen Auftritt beim Lokalrivalen betrifft, über-
lassen wir nun Felipe Pardini Glaser das Wort. Also bitte gefälligst zuhören, Ihr Kapitän spricht! „Es lief ziemlich gut. Spielsituationen sind etwas ganz anderes als Trainingssituationen.“ Auch das Ergebnis hob die Delitzscher Stimmung, auch wenn die normalen Spielregeln etwas gebeugt wurden.

Nur im ersten Abschnitt watschte Leipzig den GSVE böse ab, dafür wanderte der zweite Durchgang ebenso deutlich gen Lober. Die
Sätze zwei und drei verliefen ausgeglichener – und gleichfalls mit dem besseren Ende für Pietzonkas Truppe. 3:1 also. Das bedeutet im Normalfall: Haken drunter, Auswärtssieg. Im Testfall hing man noch einen Tiebreak dran, den sich dann die Volleys unter die gierigen Nägel rissen.
Der Capitano kam übrigens erst etwas später hinzu, musste zuvor noch einer Online-Vorlesung seine Gehör- und Gedankengänge schenken. Der 27-Jährige schwimmt die letzten Züge seines Jura-Studiums, geht außerdem inzwischen schon arbeiten. Für den Multitasker offenbar kein Problem. „Ich kann Volleyball und Arbeit flexibel gestalten, passt“, erklärt der Zuspieler.
Unterdessen sind (im Gegensatz zum Zweitligastart in der heimischen Schachtel) heute und morgen in Gotha keine Zuschauer erlaubt. Dafür misst man sich schon einmal mit Auftaktgegner Hammelburg, außerdem sind Bitterfeld und der Gastgeber mit von der Partie. „Das ist wieder wichtig, damit wir lernen, Schwächephasen nach Fehlern schnell abzuhaken und uns schnell wieder konzentrieren. Man kann nicht unkonzentriert durchmarschieren“, sagt Pardini-Glaser zur Bedeutung des vorletzten Hiebs vorm scharfen Start.

Foto zur Meldung: Der vorletzte Hieb
Foto: Trainer unter sich

Hygienekonzept bestätigt

Unser Hygienekonzept wurde von der Stadt Delitzsch bestätigt und wir können daher glücklich verkünden, dass unser Heimspiel in der Bundesliga: GSVE Delitzsch - Tv/djk Hammelburg nächste Woche nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden muss. Bis zu 200 Fans dürfen dann endlich wieder spektakulären Bundesligavolleyball in Delitzsch erleben.

Stundenlang saßen Vorstand und Geschäftsstellenleiterin Nadine Richter auch gestern noch beisammen, um Feinheiten für das Match gegen Hammelburg Volleyball zu planen und so endlich wieder ein kleines Event zu organisieren. Vielen Dank für euren Einsatz! 💙

Einzige Gefahr: Sollte am kommenden Montag der R-Wert im Bereich Delitzsch zu hoch sein, könnte es doch noch anders kommen. Wir hoffen auf das Beste - momentan sieht es aber sehr gut aus. *drei Mal Holz*

Wir freuen uns schon sehr - bis bald in der Halle!

Foto zur Meldung: Hygienekonzept bestätigt
Foto: Mannschaft_Hygiene

GSVE Delitzsch bereitet sich vor: Erst Test, dann Turnier

Mit Tests gegen die L.E. Volleys und einem Turnier in Gotha, bei dem es auch gegen einen höherklassigen Gegner gehen soll, möchten die Delitzscher Volleyballer Kurs auf den Saisonstart nehmen.

 

Delitzsch. Es war ein erstes Lebenszeichen von Volleyball-Zweitligist GSVE Delitzsch nach der langen Corona-Pause. Die Gymnasialen testeten gegen den Ligakonkurrenten und Regionalrivalen L.E. Volleys ohne Publikum in der Artur-Becker-Halle. Am Ende konnten die Delitzscher mehr Punkte gewinnen, wie GSVE-Teammanager Benedikt Bauer berichtet, doch der Test wurde nicht wie ein reguläres Match durchgeführt, sodass auch kein Sieger gekürt wurde. „Im Vordergrund stand, ein paar taktische Neuerungen gegen ein anderes Team zu testen“, so Bauer, der insgesamt ein gutes Spiel seiner Mannschaft mit ein paar Schwachstellen beim Aufschlag sah.

 

In der kommenden Woche revanchieren sich dann die Gymnasialen und reisen ihrerseits vom Lober an die Pleiße zu einem weiteren Test gegen die Volleys. Am Wochenende danach ist zudem ein Vorbereitungsturnier in Gotha geplant, bei dem es auch gegen einen noch nicht bekannten Erstligisten gehen soll. „Das wird dann ein richtiger Härtetest“, kündigt Bauer an. Eine Woche später schließlich startet auch die Saison 2020/21 in der 2. Bundesliga, in der es für Delitzsch zum Auftakt am 12. September (20 Uhr) zu Hause gegen Hammelburg geht. cdi

 

Im Bild: Delitzschs Philipp Maaß (l.) blockt Lorenz Deutloff. © Alexander Prautzsch

 

Quelle: LVZ Sportbuzzer

Foto zur Meldung: GSVE Delitzsch bereitet sich vor: Erst Test, dann Turnier
Foto: Delitzschs Philipp Maaß (l.) blockt Lorenz Deutloff. © Alexander Prautzsch

Zurück in den Wettkampfmodus: VBL legt Konzept für Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs vor

Damit der Aufschlag in die Saison 2020/21 auch in Corona-Zeiten gelingen kann, hat die Volleyball Bundesliga (VBL) ein „Konzept zur Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs“ erarbeitet. Die VBL liefert mit dem Konzept die Grundlage für einen national einheitlichen Spielbetrieb, vergleichbare Bedingungen für Aktive, bestmöglichen Schutz für alle Beteiligten und Regeln für die Zulassung von Zuschauern.
 
„Wir sind zuversichtlich, dass mit dem Konzept nun die Grundlage vorhanden ist, um die notwendigen Genehmigungen vor Ort einzuholen und den Spielbetrieb im September bzw. Oktober starten zu können. Ich möchte an dieser Stelle an alle Beteiligten appellieren, im Umgang mit der Zulassung von Zuschauern vorsichtig, bedacht und wohl überlegt vorzugehen und sich langsam an die jeweils vorgegebenen Maximalwerte heranzutasten“, sagt VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung.
 
Die endgültige Entscheidung zur Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs liegt bei den Landesregierungen und den lokalen Behörden. Die Entscheidung über die Zulassung von Zuschauern treffen die Vereine in enger Abstimmung mit den lokalen Gesundheitsbehörden. Dabei wird vereinsseitig ein Schutz- bzw. Hygienekonzept für den Zuschauerbereich in Abhängigkeit vom lokalen Infektionsgeschehen und der Infrastruktur der Hallen vorgelegt.
 
Wichtiger Bestandteil bei der Konzepterarbeitung war die enge Abstimmung zwischen der VBL und ihren Vereinen. Durch den konstruktiven Austausch können die Vereine mit Informationen zu Abstandsregelungen, Kontaktnachverfolgung oder Hallen-Belüftung ein standortspezifisches Vereinskonzept entwickeln. Dabei kann in Abstimmung mit den lokalen Gesundheitsbehörden für jeden Verein eine angepasste Anzahl von Zuschauern in der Halle zugelassen werden.
 
Oberste Priorität: Risikominimierung
 
Das Konzept kann jedoch keine 100-prozentige Sicherheit für Vereine und Aktive bieten. Es wurde erarbeitet, um die Aufnahme des Spielbetriebs in der VBL 2020/21 unter Berücksichtigung der anhaltenden Covid-19-Pandemie sicherzustellen. Die Minimierung des Risikos aus gesellschaftlicher und medizinischer Sicht hat dabei oberste Priorität.
 
Das vorgelegte Konzept entstand in einer Taskforce aus DEL2, DBBL, BBL2, TTBL, HBF und VBL auf Grundlage der Initiative Profisport Deutschland (IDP) und greift auf die „Konzeption eines Leitfadens für die Wiederzulassung von Besuchern“ zurück, die HBL, BBL und DEL dem Bundesministerium für Gesundheit bereits vorgelegt haben. Grund für das jeweils eigene Konzept sind die Abweichungen in den Spielbetriebs-Anforderungen zwischen den Ligen.
 
Der Saisonauftakt für die 2. Bundesliga ist für den 12. September 2020 geplant. Am 3. Oktober 2020 soll die 1. Bundesliga Frauen folgen, am 17. Oktober 2020 die 1. Bundesliga Männer. „Da der Verlauf der Corona-Pandemie trotz aller risikominimierender Maßnahmen unvorhersehbar ist, werden wir mit dem Konzept auf Sicht fahren und im Saisonverlauf prüfen, ob Anpassungen, in die eine oder andere Richtung notwendig bzw. möglich sind“, sagt VBL-Geschäftsführer Jung.
 
Im Bild: Trotz Corona sicher in die neue Saison: VBL legt Konzept vor (Foto: Sebastian Wells)
 
 
Quelle: Volleyball Bundesliga, 31.07.2020
 

Foto zur Meldung: Zurück in den Wettkampfmodus: VBL legt Konzept für Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs vor
Foto: Im Bild: Trotz Corona sicher in die neue Saison: VBL legt Konzept vor (Foto: Sebastian Wells)

GSVE: Karl trifft seine alte Liebe wieder

In der neuen Saison stehen Derbys gegen Dresden an

 

 

Delitzsch. Es war eine schwere Geburt, doch letztlich die sportlich richtige Entscheidung: Nach dem corona-bedingten Saisonabbruch darf der VC Dresden e.V. in die 2. Volleyball-Bundesliga aufsteigen. Eigentlich war dies schon nach dem vorzeitigen Ende der Spielzeit im März entschieden worden, aber dann tauchte das Problem auf, dass es zu viele Mannschaften in der Südstaffel der 2. Bundesliga gegeben hätte. Gegen eine Aufnahme in die Nord-Division sträubten sich wiederum die dortigen Klubs. Die Lösung kam schließlich durch den Aufstieg der 2. Unterhachinger Mannschaft ins Oberhaus, durch den wiederum ein Platz im Unterhaus frei wurde. Jaja, manchmal wird es im Moment etwas unübersichtlich.

Einen freut die Dresdner Rückkehr nach drei Jahren in der 3. Liga besonders: Robert Karl. Der gebürtige Elbflorenzer begann seine Karriere einst mit acht Jahren beim VC und spielte schon mit 15 in der Herrenmannschaft der Dresdner. Fünf Jahre später wechselte er des Studiums wegen nach Leipzig zu den Volleys und weitere zwei Jahre danach zu den Gymnasialen.
Den Weg seines früheren Vereins hat der inzwischen 30-Jährige natürlich weiter verfolgt, auch wenn mittlerweile kein ehemaliger Mitspieler bei den Landeshauptstädtern aufschlägt. Der letzte war Ex-Kapitän Tino Walther, der in diesem Sommer den Verein verließ. „Es war ein ziemliches Auf und Ab“, erklärt Karl. Ähnlich wie der GSVE erlebte auch der VC ein kurzes Intermezzo in der 1. Bundesliga – bei den Dresdnern folgte daraufhin der Absturz bis hinunter in die Regionalliga.

So traf man sich zuletzt in der 3. Liga. In der Saison 2018/19 – mit einem denkwürdigen Rückspiel Mitte März: Die Delitzscher benötigten noch einen Sieg für den sicheren Aufstieg in die 2. Bundesliga und schafften ihn ausgerechnet beim ärgsten Konkurrenten an der Elbe. „Mehr als 100 Fans haben uns aus Delitzsch nach Dresden begleitet“, erinnert sich Robert Karl. Die Rückfahrt muss feucht-fröhlich gewesen sein. Allein der Mittelblocker erlebte sie nicht mit, denn er blieb bei seinen Eltern in Dresden. Christian Dittmar

LVZ, 28.07.2020

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Foto: Robert Karl Foto (Archiv): Emil Timm

Volleyballer des GSVE Delitzsch sind zurück im Training

Es geht wieder ran an den Ball. Trainieren ist bei den Delitzschern wieder angesagt - auch bei den Nachwuchsteams. Der 17-jährige Tim Planer darf bei den Herren mittrainieren. Sobald dann auch der Spielplan veröffentlicht ist, sollen die Heimspiele der ersten und zweiten Mannschaft koordiniert werden.

 

Delitzsch. Gut drei Monate mussten sie warten, dann durften die Recken vom GSVE Delitzsch in dieser Woche endlich wieder in ihr Wohnzimmer Artur-Becker-Schachtel. Zwar nur zum Training, Spiele sind noch in weiter Ferne – aber immerhin. Auch die Nachwuchsteams der Gymnasialen dürfen wieder üben, es normalisiert sich also alles wieder etwas nach der langen Corona-Pause.

Passend dazu soll auch bald der Spielplan für die nächste Saison veröffentlicht werden, geplant ist der Start in die 2. Bundesliga für Mitte September. Der GSVE will dann auch möglichst die Heimspiele der 1. Mannschaft mit denen der Zweiten – aktuell in der Regionalliga unterwegs – koordinieren, wie Teammanager Benedikt Bauer berichtet. Also: Vorspeise mit der Reserve, danach Hauptgang mit dem Aushängeschild des Vereins.

 

Fünf-Jahres-Plan für Jugendteams

Insgesamt lief es ganz gut für die Gymnasialen Teams in der Vorsaison, denn neben stabilen Leistungen der Ersten und Zweiten gab es auch zwei Aufstiege zu bejubeln: Das 1. Damen-Team darf so 2020/21 in der 1. Bezirksklasse antreten und die Dritte der Herren in der Sachsenliga.

Und auch für den Nachwuchs der Delitzscher kann Bauer Positives vermelden. Für die Jugendteams wurde ein Fünf-Jahres-Plan ausgearbeitet, in den neben sportlichen Zielen auch gesellschaftliche einflossen. Mit dem 17-jährigen Tim Planer darf nun ein Talent bei den Herren mittrainieren. Und wer weiß, vielleicht schafft es der gebürtige Delitzscher mit guten Trainingsleistungen noch in den Kader für die nächste Zweitliga-Saison.

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Foto: Delitzschs Benedikt Bauer (r.) im Spiel gegen den SSC Karlsruhe. © Alexander Prautzsch

Thielow: Bye-bye ohne Brimborium

Delitzsch. Bei Volleyball-Zweitligist GSVE Delitzsch werden alle Spieler der 1. Mannschaft über die Saison hinaus bleiben – bis auf Philipp Thielow. Der gebürtige Delitzscher, seit 2013 bei den Gymnasialen, will kürzer treten und ab dem Sommer nur noch für das dritte Team in der Sachsenklasse West aufschlagen. „Er wollte schon vor drei Jahren aufhören, da konnte ich ihn noch überreden, weiterzumachen“, erklärt der Delitzscher Coach Frank Pietzonka. Nun konnte sich Thielow nicht mehr umstimmen lassen, was Pietzonka „sehr schade“ findet. Der Spieler selbst wollte sich gegenüber der LVZ nicht äußern. cdi

LVZ Leipziger Volkszeitung, 16.06.2020

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Foto: Philipp Thielow jubelt künftig mit der dritten Mannschaft des GSVE. Foto: Alexander Bley (Archiv)

Delitzscher Volleyballer stehen vor Mammutsaison

Die Corona-Pandemie bringt so einige Veränderungen mit sich. Eine davon ist, dass in der nächsten Spielzeit erstmals 15 Teams in der Südstaffel der 2. Volleyball-Bundesliga antreten werden. Da es keine Absteiger gab, wird es für die GSVE Delitzsch wieder zu einem Derby mit den L.E. Volleys kommen.

 

Delitzsch. Noch ist coronabedingt vieles unklar, was die kommende Saison des GSVE Delitzsch in der 2. Volleyball-Bundesliga betrifft, aber zumindest eins steht fest: Sie wird ein echter Marathon. 15 Teams treten an, sodass es zu 28 Spieltagen kommt. Der Grund liegt ebenfalls in der Corona-Pandemie, denn da die Spielzeit 2019/2020 vorzeitig abgebrochen wurde, musste kein Zweitligist absteigen. Das half unter anderem dem ewigen Rivalen der Gymnasialen – die L.E. Volleys durften bei Abbruch auf einem Abstiegsplatz stehend im Unterhaus bleiben.

So gibt es in der nächsten Saison auch wieder ein Derby zwischen Lober- und Pleißestädtern. Ein positiver Nebeneffekt, den auch Benedikt Bauer sieht. „Schön wäre es gewesen, wenn es noch eine weitere sächsische Mannschaft in die Liga geschafft hätte“, sagt der Teammanager und Außenangreifer des GSVE. Doch der VC Dresden scheiterte letztlich einigermaßen knapp am Aufstieg aus der 3. Liga. Auch Duelle mit dem nur gut 15 Kilometer von Delitzsch entfernten VC Bitterfeld-Wolfen wird es weiter nicht in der Liga geben, da die Sachsen-Anhalter in der Nordstaffel bleiben - die übrigens nur aus 13 Vereinen gebildet wird. Dort hätte wohl auch der CV Mitteldeutschland gespielt, aber der frühere Bundesligist aus Leuna zog überraschend aus finanziellen Gründen aus der 2. Bundesliga zurück und tritt nun in der 3. Liga an.

Ein Schicksal, das den Gymnasialen vorerst nicht droht. Alle Spieler bis auf Philipp Thielow bleiben auch in der kommenden Saison an Bord, erklärt Frank Pietzonka, die Vertragsgespräche waren also erfolgreich. Neuzugänge können dagegen noch nicht vermeldet werden. Der Coach will auch nicht groß über die gestiegene Anzahl an Partien lamentieren: „Das sind zwei Wochenenden mit Spielen mehr, da kann man sich nicht wirklich aufregen.“

 

Hygienekonzept wird von den Behörden geprüft

Am 1. September soll die Spielzeit offiziell anfangen, aber „Spitz“ gibt zu Bedenken, dass es bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auch noch Rückschläge geben kann. Wann seine Jungs wieder in der Artur-Becker-Schachtel trainieren können, ist auch noch unklar. Zuletzt hatte die Oberschule die Halle noch wegen ihrer Abschlussprüfungen in Beschlag genommen, dann soll zunächst der gymnasiale Nachwuchs das Pritschen und Baggern wieder aufnehmen.

Ab Juli wollen dann auch die Zweitliga-Spieler wieder üben, ein Hygienekonzept dazu wird derzeit noch von den Behörden geprüft. „Es hätte ja keinen Zweck, nur mit vier Mann zu trainieren“, sagt Pietzonka. Auch vom Ersatz draußen auf Sand hält der Coach nichts: „Beach- hat nicht viel mit Hallenvolleyball zu tun.“ So müssen sich die Gymnasialen wohl noch ein bisschen gedulden, bis sie sich so richtig auf die nächste Saison vorbereiten können. Zum Glück sei der Juni sowieso eine eher volleyballfreie Zeit, erläutert Benedikt Bauer. „Die nutzen die Spieler normalerweise für einen Urlaub.“ Nur geht das derzeit auch nicht so gut – coronabedingt. Aber es wird besser.

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Foto: Thomas Ahne und die Zweitliga-Männer des GSVE Delitzsch wollen im Juli in die geliebte Becker-Schachtel zurückkehren. ©Thomas Jentzsch