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Sachsen-Derby in Dresden: GSVE Delitzsch vor Sechs-Punktespiel

19. 11. 2022

Der Buß- und Bettag war kein Feiertag für den GSVE Delitzsch. Statt einem geruhsamen Mittwoch – wie für den Großteil der arbeitenden Bevölkerung in Sachsen – hieß es für die Gymnasialen: ab in die Beckerschachtel zum Training. Um eine möglichst gute Einheit zu erreichen bekam das Bundesligateam dazu Unterstützung von der zweiten Mannschaft aus der Regionalliga, wie Coach Benedikt Bauer berichtet.

 

 
 

Aber es steht ja auch ein extrem wichtiges Spiel am Wochenende an. Am Sonntag (16 Uhr) geht es nicht nur zum Sachsenduell nach Dresden – nach dem Abstieg der L.E. Volleys im Sommer die einzige Paarung der Saison, die noch einigermaßen Derbycharakter besitzt. Dazu sind die Landeshauptstädter ein direkter Konkurrent der Delitzscher im Kampf um den Klassenerhalt. Aktuell steht der GSVE mit drei Punkten weniger einen Platz hinter dem VC auf Rang elf der Zweitliga-Tabelle. Bei einem klaren Sieg am Sonntag würde man also mit den Dresdnern punktemäßig gleichziehen und hätte die Nichtabstiegsplätze in Sichtweite.

 

Die Voraussetzungen dafür sind ganz gut, denn Bauer hat derzeit alle Mann an Bord und seine Jungs haben mit dem ersten Saisonsieg am Sonnabend gegen Friedrichshafen etwas Selbstvertrauen getankt. Die zweite Partie des Doppelspieltags gegen Freiburg am Sonntag ging zwar mit 0:3 verloren, aber zumindest im zweiten Satz konnten die Loberstädter mit dem Spitzenteam mithalten und sich vier Satzbälle erspielen.

 

 
 

Auswärts lief es allerdings in dieser Saison bisher ernüchternd für den GSVE, vor allem die zwei 0:3-Pleiten in Rottenburg und Dachau waren so nicht eingeplant. Benedikt Bauer hat jedoch eine Erklärung, warum es am Sonntag besser laufen könnte: „Die anstrengenden Fahrten wie nach Süddeutschland fallen weg, das Derby in Dresden ist ja eigentlich kein richtiges Auswärtsspiel.“ Sogar ein paar Fans von der „Red Wall“ könnten sich so auf den Weg machen und die Gymnasialen wie beim Regionalpokal-Duell in Dresden Ende September lautstark unterstützen. Dann hoffentlich mit einem besseren Ergebnis, denn damals schieden die Delitzscher mit einem 0:3 sang- und klanglos aus dem Regionalpokal aus.

 

Im Bild: Trainer Benedikt Bauer; Foto: Prautzsch

LVZ Leipziger Volkszeitung (Christian Dittmar), 19.11.2022