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Karl macht GSVE Delitzsch glücklich: Geburtstag, Derby, Vertragsverlängerung


Robert Karl ist gerade 32 Jahre alt geworden und trifft am Freitag mit dem GSVE Delitzsch in Leipzig auf seinen Jugendtrainer. Zudem versicherte der Mittelblocker, dass er den Verein im Sommer nicht verlassen wird.

Delitzsch. Eine Party wird es auf jeden Fall geben. Am vergangenen Sonntag ist Robert Karl 32 geworden, am Sonnabend soll dann in einer Leipziger Lokalität gefeiert werden. Wie groß die Fete des Mittelblockers wird, der bereits seit zehn Jahren beim GSVE Delitzsch aktiv ist, hängt aber auch vom Ausgang des Derbys ab. Am Freitag treten die Loberstädter bei den L.E. Volleys ab 20 Uhr in der Brüderhalle an und ein Sieg im prestigeträchtigen Regionalduell würde die Stimmung bei der Karlschen Geburtstagsfeier auf jeden Fall noch steigern.

Für die Gymnasialen wird es nach zuletzt vier Pleiten in Folge auch etwas um Wiedergutmachung gehen. Robert Karl macht zumindest die vergangenen zwei Niederlagen vor allem an der Corona-Welle fest, die den GSVE erfasst hatte und zur Verlegung des Derbys geführt hatte. Auch „Karli“ war infiziert und litt zuletzt noch an den Folgen der Erkrankung. „Bei 100 Prozent bin ich immer noch nicht so ganz, aber es wird so langsam“, sagt der Lehrer für Mathe und Informatik am Leipziger Ostwald-Gymnasium.

 

Das Derby wird für Karl nicht nur besonders, weil er früher selbst mal das L.E.-Trikot trug. Der 1,98-Meter-Mann trifft dabei mit Jan Pretscheck auch auf seinen Jugendtrainer aus Dresdner Zeiten. Inzwischen ist der Coach in Leipzig gelandet, konnte den sportlichen Abstieg der Volleys aber auch nicht verhindern. Für Robert Karl ist Pretscheck ein „super Trainer“, der nach seinem Antritt im Februar nicht mehr viel ändern konnte. Zu lange seien strukturelle Fehler begangen worden, die sich nun im drittletzten Tabellenplatz äußern.

 

Für den GSVE wird es am Freitag zum Saisonfinale ebenfalls ein Abend der Abschiede. Einige Gymnasiale hören im Sommer auf, wobei bis zuletzt keine Namen genannt wurden. Karl wird nicht dazu gehören, wie er versichert – schon allein, weil es für seine Delitzscher mit den Abgängen in der kommenden Spielzeit nicht leichter wird in der 2. Bundesliga. Dazu lässt sich der semiprofessionelle Volleyball mit seinem Lehrerjob relativ gut vereinbaren. Eine Saison können die GSVE-Fans ihrem „Karli“ also mindestens noch zujubeln.

 

Im Bild: Robert Karl (Mitte) wird wohl auch in der kommenden Saison für den GSVE Delitzsch die Bälle über das Netz schmettern. © Alexander Prautzsch

 

Quelle: LVZ, 29.04.2022