Teilen auf Facebook   Instagram   Als Favorit hinzufügen   Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Kempe will größere Brötchen backen


Gelernter Bäcker hat beim GSVE Delitzsch noch viel vor

Delitzsch. Die fast 600 Kilometer Rückreise von Mimmenhausen nach Delitzsch geriet am späten Sonntag dann doch noch feucht-fröhlich. Zwar hatte der GSVE beide Partien des Wochenendes verloren – bei den Baden Volleys Karlsruhe und beim TSV Mimmenhausen setzte es jeweils 1:3-Niederlagen –, aber immerhin hatten die Gymnasialen bei den beiden Topteams der 2. Volleyball-Bundesliga je einen Satz geholt und im Vergleich zu den vorherigen Matches auch spielerisch zumindest teilweise überzeugen können. Dazu wurde Felix Kempe gegen Karlsruhe zum ersten Mal zum wertvollsten Delitzscher Spieler gewählt, was dazu führte, dass der 24-Jährige für die Rückfahrt seinen Mannschaftskollegen einen Kasten Bier ausgeben musste, der es auch nicht im gefüllten Zustand bis nach Nordsachsen schaffte. Der Außenangreifer bekam nicht nur von seinem Positionspendant Benedikt Bauer gegen Karlsruhe eine „bombastische“ Leistung attestiert, sondern war auch selber ganz zufrieden, da er nach eigenem Bekunden so gut wie keine Eigenfehler begangen hatte.

 

Sofortige Revanche-Chance

 

In Mimmenhausen konnte Kempe dann wie die anderen Loberstädter nicht ganz daran anknüpfen, aber es bietet sich schon direkt die Chance zur Revanche. Denn bereits am nächsten Sonnabend (20 Uhr) kommt es wegen diverser Spielplanverschiebungen zum Rückmatch gegen die Südbadener. Kempe und Co. setzen dann nicht nur auf den Heimspieleffekt (wenn auch wieder ohne Zuschauer in der Becker-Schachtel), auch die erwartete Rückkehr des am Wochenende erkrankt ausgefallenen Peter Miersch soll dem GSVE einen zusätzlichen Schub geben. Auch Felix Kempe wird dann aller Voraussicht wieder dabei sein, schließlich steht nach dem Saisonabbruch in der Regionalliga fest, dass er für die Reserve der Gymnasialen in dieser Spielzeit nicht mehr aufschlagen wird.

 

Abbruch "von Vorteil"

 

Der gelernte Bäcker hätte sich sonst mit zunehmender Matchzahl zwischen den beiden Abteilungen entscheiden müssen, da er in seinem Alter nicht mehr unter die Jugendspielerregel fällt. „Der Abbruch ist schon etwas schade für die zweite Mannschaft, aber für mich persönlich eher von Vorteil“, sagt er. Zweitliga-Coach Frank Pietzonka plant mit ihm auch für die kommende Saison, in der einige Routiniers nicht mehr zur Verfügung stehen werden. So kann der 1,99-Meter-Schlacks demnächst nicht nur in der Bad Dübener Bäckerei Paetsch größere Brötchen backen.

Christian Dittmar

 

Im Bild: Nicht nur aufgrund seiner 1,99 m überragt Felix Kempe derzeit so manchen Teamkollegen beim GSVE. Foto: Alexander Prautzsch

 

LVZ Leipziger Volkszeitung , 23.02.2021