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Zwischen Netz und Trainerbank

Außenangreifer Paul Lohrisch coacht nun auch beim GSVE

Delitzsch. Sein erstes Spiel als neuer Co-Trainer führte Paul Lohrisch gleich zum Gegner aller Gegner für den GSVE Delitzsch: die L.E. Volleys. Zwar nur im Test in der Saisonvorbereitung, aber letztlich ist jede Partie gegen den Rivalen von der Pleiße etwas Besonderes. „Wir wollten sicherer über außen angreifen“, sagt Lohrisch über seine Premierenpartie als Co an der Seite von Chef Frank Pietzonka. „Das hat schon gut geklappt.“ Zwar wurde am Ende in der Becker-Schachtel kein Ergebnis ermittelt, aber die Delitzscher zeigten insgesamt, dass sie zu diesem Zeitpunkt die bessere Frühform im Vergleich zu den Leipzigern hatten. Letztlich ging es auch in dieser Partie so wie in dem folgenden Test gegen die Leipziger in der Volleys-Halle sowie beim Vorbereitungsturnier in Gotha vor allem um das Ausprobieren von neuen Spielformen, wie Lohrisch erläutert. Das Handwerkszeug für den Saisonstart gegen Hammelburg sozusagen (siehe nebenstehender Beitrag). Für den gebürtigen Berliner ist es eine neue Erfahrung, da er nun einerseits als Co-Trainer die Anweisungen geben muss – andererseits als Spielertrainer auch noch selbst auf dem Parkett steht. Mit Chefcoach Frank Pietzonka bewege er sich dabei auf Augenhöhe, betont Lohrisch: „Wir sind gegenüber der Mannschaft gleichberechtigt.“ Dabei bezieht der 33-Jährige einen Teil seiner Autorität auch aus dem Fakt, dass er fünf Jahre lang in der Bundesliga spielte, bevor er 2015 nach Delitzsch wechselte. Der Wechsel auf den Co-Trainer-Posten war schon länger angedacht, Lohrisch hat schon vor einer Weile seinen A-Trainerschein gemacht. Als sich der bisherige Co Olaf Pohlmann nun aus der ersten Reihe bei den Gymnasialen zurückziehen wollte, machten Verein und Spieler Nägel mit Köpfen. Als hauptamtlicher Trainer will der Außenangreifer aber nicht langfristig arbeiten. Dazu gebe es einfach zu wenige Stellen im Volleyball, erklärt Lohrisch, der eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann abgeschlossen hat und zudem auch mal BWL studierte. Außerdem denkt der Zwei- Meter-Mann eh noch nicht ans Ende seiner Spielerkarriere, ein paar Jahre will er noch aufschlagen. „Dafür spiele ich einfach viel zu gerne“, sagt Lohrisch.

 

Im Bild: Paul Lohrisch ist beim GSVE in der Außenannahme und als Co-Trainer gefordert. Foto: Prautzsch

LVZ, 14.09.2020